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Von der Einheit

Zunächst Jesu "hohepriesterliches Gebet" (Johannes 17), siehe dabei die von mir fettgedruckten Schriftstellen. Danach werde ich den biblischen Kontext zum Thema "Einheit" betrachten und in diesem Zusammenhang auch auf die Behauptungen des kirchlichen Trinitätsdogmas, inklusive Jesu Aussage "ich und der Vater sind eins" (Joh 10,30) eingehen.

 

"So redete Jesus; dann richtete er seine Augen zum Himmel empor und betete:

»Vater, die Stunde ist gekommen: verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche!

2Du hast ihm ja Macht über alles Fleisch (= über die ganze Menschheit) verliehen, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe.

3Darin besteht aber das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

4Ich habe dich hier auf der Erde verherrlicht und habe das Werk vollendet, dessen Vollführung du mir aufgetragen hast.

5Und jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir besaß, ehe die Welt war.«

6»Ich habe deinen Namen den Menschen geoffenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Dir gehörten sie an, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.

7Jetzt haben sie erkannt, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir stammt;

8denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben in Wahrheit erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und haben den Glauben gewonnen, daß du es bist, der mich gesandt hat.

9Ich bitte für sie; nicht für die Welt bitte ich, sondern für die, welche du mir gegeben hast; denn sie sind dein Eigentum,

10und was mein ist, ist ja alles dein, und was dein ist, das ist mein, und ich bin in ihnen verherrlicht worden.

11Und ich bin nicht mehr in der Welt, doch sie sind (= verbleiben) noch in der Welt, während ich zu dir gehe. Heiliger Vater, erhalte sie in (oder: bei) deinem Namen, den du mir anvertraut (oder: kundzutun verliehen) hast, damit sie eins seien, so wie wir es sind.

12Solange ich in ihrer Mitte gewesen bin, habe ich sie, die du mir gegeben hast, in (oder: bei) deinem Namen erhalten und habe sie behütet, und keiner von ihnen ist verlorengegangen außer dem Sohne des Verderbens, damit die Schrift erfüllt würde (Ps 41,10).

13Jetzt aber gehe ich zu dir und rede dieses noch in der Welt, damit sie die Freude, wie ich sie habe, vollkommen in sich tragen.

14Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehaßt, weil sie nicht zur Welt gehören, wie auch ich nicht der Welt angehöre.

15Ich bitte dich nicht, sie aus der Welt hinwegzunehmen, sondern sie vor dem Bösen zu behüten.

16Sie gehören nicht zur Welt, wie auch ich nicht der Welt angehöre.

17Heilige sie in deiner Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit.

18Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt;

19und für sie heilige ich mich, damit auch sie in Wahrheit (oder: wahrhaft) geheiligt seien.«

20»Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort zum Glauben an mich kommen (werden),

21daß sie alle eins seien; wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, so laß auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast.

22Ich habe auch die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind:

23ich in ihnen und du in mir, auf daß sie zu vollkommener Einheit gelangen, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.

24Vater, ich will, daß da, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir verliehen hast; denn du hast mich schon vor der Grundlegung der Welt geliebt.

25Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und diese haben erkannt, daß du mich gesandt hast.

26Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn (auch weiterhin) kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen.«

(Jesus der Gesalbte (Christus) in: Johannesevangelium, Kapitel 17)

 

 

Betrachtung des Kontextes zur Einheit.

Die "vollkommene Einheit", von der Jesus hier spricht und die er hier von Gott erbittet welcher ihn stets erhörte, verwirklichte sich - wie in Apg 4,32-35 u.a. nachzulesen - an seinen Nachfolgern, indem sie "ein Herz und eine Seele" wurden.

Dieser Bericht eines Zustandes von innerer Einheit bei den Nachfolgern Jesu lässt sich an anderer Stelle so wiederfinden. Psalm 37,30-31 beschreibt die Einheit des Gerechten (Menschen) mit Gott: "seine Zunge redet Recht; das Gesetz seines Gottes wohnt ihm im Herzen", wie Gott es durch seine Propheten angekündigt hat.

Siehe auch beim Propheten Hesekiel 11,19-20: "...will ich ihnen ein anderes Herz verleihen und ihnen einen neuen Geist eingeben (...) damit sie nach meinen Satzungen wandeln", oder bei Jeremia 31,33: "Ich will mein Gesetz in ihr Inneres hineinlegen und es ihnen ins Herz schreiben" und Jeremia 32,38-39: "ich will (...) ihnen einerlei Sinn und einerlei Wandel verleihen".

So wurde es durch Gott auch in 2.Chr. 30,12 ermöglicht. Siehe vergleichsweise Psalm 40,8-9, wo diese innere Herzens-Einheit auch zwischen Jesus und Gott beschrieben wird. Jesus möchte dementsprechend, wie es ihm "eine Lust ist, Gottes Willen zu tun" (s. Psalm 40,9), daß die, die ihm glauben - seine Nachfolger - genauso mit ihm "ein Herz und eine Seele" sind, wie er es mit dem Vater ist!

Siehe, wie er es oben in Johannes 17,11 sowie 21-23 klar nachlesbar vom Vater erbittet: "...damit sie eins seien, so wie wir es sind." Und weiterhin: "...daß sie alle eins seien; wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, so laß auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. (...) damit sie eins seien, wie wir eins sind..."

Die berichteten Geschehnisse aus Apg. 4,32, siehe oben, sind deshalb Zeugnis für die Erfüllung der obigen Ankündigung durch die Propheten und die Erhörung dieses Gebets Jesu aus Johannes 17 für seine wahren Nachfolger. Ich erwähne noch einmal: Jesus wurde von Gott stets erhört (Joh 11,17-46, siehe Vers 42; vgl. Joh 8,29).

Wo ist diese Einheit?

Wie wir beispielhaft zu diesem Kontext in Epheser 4,5-6 nachlesen können, wurde solche o.g. Einheit folglich nicht nur

  • von den Propheten angekündigt,
  • von Jesus erbeten,
  • bei den ersten Christen erlebt, sondern auch
  • selbstverständlich vom Apostel Paulus für Jesu Nachfolger erwartet:

"ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle (wirkt) und in allen (wohnt)." (Epheser 4,5-6)

Nun ist dies heute unter Namenschristen nicht zu finden ist, sondern allenfalls zum Schein,  stattdessen aber herrschen Zerwürfnisse. 349 Mitgliedskirchen beinhaltet der "ökumenische Rat der Kirchen", daneben "Beobachter" bzw. Sympathisanten. Und das sind bei weitem noch nicht alle "Bekenntnisse" (Konfessionen), von denen manche, und zunehmend mehr, in der ökumenischen Bewegung einen Schein von Einheit zelebrieren, nachdem sie sich zuvor (und mancherorts noch immer) die Köpfe einschlugen. Siehe die Oberflächlichkeit dieser Bewegung am Beispiel der Taufe hier, vgl. auch die Aussagen "ein Glaube" sowie "ein Gott und Vater" zum Trinitätsdogma bzw. siehe dieses im Vergleich zu den Nicht-Trinitariern und Unitariern.

Dieser Zustand laufender Zerwürfnisse herrscht von Alters her. In der später offiziell privilegierten römisch-orthodoxen "Mutterkirche" nachweislich schon Anfang des 4. Jahrhunderts, wie Du bereits den ersten "ökumenischen" Konzilien entnehmen kannst. Die Folge sind dann ebenso auch Spaltungen (sogen. Schismen) ab etwa 431 n. Chr.. Aus diesen Spaltungen hervorgegangen sind als Töchter dieser römisch-orthodoxen "Mutterkirche" die

Diese auffällig unbiblische, negative und nachteilige Entwicklung für die Kirchen - zumal in Zeiten vermehrter Kirchenaustritte - versucht man eben nun durch jene gerade stattfindende ökumenische Bewegung, ich sage mal "zu flicken, zu bandagieren und zu übertünchen". Jedenfalls wird diese oben beschriebene biblische Einheit unter Christen daraus folgend sogar als "Unmöglichkeit" betrachtet und - obwohl in der Bibel nachlesbar - von solchen nicht geglaubt. Dieser Zustand aber ist ein untrüglicher Beweis dafür, daß Gottes Geist nicht in oder durch solche wirkt. Das kann entweder durch Leben in Sünde/Ungehorsam und folglich gar nicht erst Erhalt (Apg 5,32) oder aber durch Entziehung des Geistes Gottes wegen Abwendung vom Tun des Gehorsams (vgl. König Saul; 1.Sam 16,14; 15,19-23; 18,12), oder drittens dadurch der Fall sein, daß man die Weisungen des Geistes Gottes ignoriert bzw. nicht beachtet (Röm 8,12-14; Gal 5,16-18). Denn: Nur mit Hilfe des Geistes Gottes allein kann das Ego des Menschen nachhaltig überwunden und solche Dinge ermöglicht werden.

Ohne Gottes Geist aber ist es solchen - selbst wenn sie es wollten - gänzlich unmöglich, "im Geist zu wandeln", wie Paulus schreibt, um das "Gelüst des Fleisches (Selbstsucht, Ego, Egoismus) nicht zu vollführen" und folglich nicht mehr "das Gesetz" (d.h. die Unüberwindbarkeit, Gesetzmäßigkeit) vorzufinden, vom Ego regelrecht "versklavt" zu werden (Gal 5,16-21; vgl. Jesus in Joh 8,34-36). Vorraussetzung für die Gabe von Gottes Geist wiederum - der als "Geist der Wahrheit" auch im richtigen Verständnis anleitet (Joh 14,26; Joh 16,13; 1.Joh 2,27) - ist wie erwähnt Glaubensgehorsam (Apg 5,32; Joh 3,36; Jak 2,14-26; Hebr 12,14). Aus diesem resultieren Glaubenswerke (Taten), die solche mangels biblischen Glaubens oder bestätigt und verführt durch die Lehren ihrer Lehrer, nicht haben.

Viele ihrer Lehrer nennen diese "Glaubenswerke" dort verfälschend "Gesetzeswerke" und erzählen den Menschen, man könne den Glauben eines Menschen nicht erkennen. Den Unterschied zwischen beidem - Glaubens- und Gesetzeswerken - findest Du unter "Der Glaube" näher erläutert. Andere verführen sie durch Lehre und/oder Vorbild dazu, das Gebot der Nächstenliebe im täglichen Leben nicht, oder teilweise nicht, zu verrichten und stattdessen angepasst an die Welt zu leben und diese zu lieben, sprich mehr Wert auf Schönheit, auf Ansehen/Anerkennung, auf Annehmlichkeiten, auf Wohlstand etc. zu legen, als auf Wahrhaftigkeit (Jak 4,4; Hebr. 12,14).

Geht es Dir so, daß Du diesen bedauernswerten Zustand eines "Knechts der Sünde" (so Jesus in Joh 8,34) bei Dir verändern willst? Dann beginne Gottes Worte zu tun und wende Dich von von allen biblisch abweichenden Lehren ab. Und bedenke: Du findest solche Lehren nicht nur in den so genannten "Kirchen", sondern auch in "Glaubensgemeinschaften" abseits derselben. Und ebenso versteckt in den vielen Büchern auf dem grossen so behaupteten "christlichen" Glaubensmarkt.

Querverweis zu den Behauptungen des kirchlichen Trinitätsdogmas

Unter Berufung auf Jesu Aussage: "ich und der Vater sind eins" (Joh 10,30) wird gerne die Trinität (auch "Dreifaltigkeit" oder "Dreieinigkeit") als biblisch dargestellt. Dieser obige Kontext um Joh. 17 aber ist gleichzeitig ein klarer biblischer Beleg für das falsche und unbiblische Verständnis der Trinität oder Dreieinigkeit (Kirchendogma) von biblischer Einheit. Denn die Einheit, welche zwischen Gott und Jesus - biblisch zwei differente Personen - in obiger Stelle ausgesagt wird, wird genauso zwischen Jesus und seinen Nachfolgern erbeten: "Damit sie eins seien, so wie wir es sind." (...) "daß sie alle eins seien; wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, so laß auch sie in uns eins sein." (Vers 11+21 etc.)

Entspräche das Verständnis von Einheit aus dem Kirchendogma folglich tatsächlich der biblischen Lehre, so hätten wir es hier im Kontext folglich mit einem Gott nicht nur aus drei Personen (wie dort fälschlich behauptet), sondern aus einer grossen Vielzahl von Personen (zumal auch Menschen, auch Jesus ist Mensch!) zu tun, die allesamt charakterlich eins bzw. "ein Herz und eine Seele" sind - wie Jesus mit Gott oder auch die im Bericht der Apostelgeschichte beschriebenen Jünger untereinander. Das ist selbstverständlich - wie bereits der Gott aus drei Personen - völlig abwegig und - wie der Rest des Dogmas - im Widerspruch zum Kontext der Bibel. (mehr zum Thema unter Ist Jesus Gott?)

 


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