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Mobilfunk ist super (lukrativ)- oder: Menschen-Langzeit-Versuche unter Mobilfunk(be)strahlung. Das Projekt BRD.

 

Auch beim Mobilfunk hat man sich der Idee, dem Geist, der Maxime unterworfen, zugunsten eines äusserst lukratives Geschäfts von dem mittlerweile Millionen Bürger finanziell profitieren  - wider besseren Wissens - gesundheitliche Folgen für die Menschen zu ignorieren (s. Gottlose Verwalter). Durch die Versteigerung von Lizenzen (UMTS etc.), Steuern etc. ist auch der deutsche Staat durch Einnahmen in Milliardenhöhe direkt verwickelt. Die Bürger in der Minderzahl sind nahezu machtlos (Wirbelschleppen und manchmal vom Himmel stürzende Eisklumpen ertragende Anwohner von Flughäfen oder Autobahnen kennen das ebenso), weil es den an einer Massenetablierung interessierten Konzernen gelungen ist, ein eigennütziges Interesse der Volksmassen ("Die Mehrheit hat Recht") an dieser Technologie zu erwecken:

Durch massive Werbung, Massen-billig-Vertrieb und -Konsum von Mobiltelefonen sowie mittels einseitiger oder von bewussten Fehl- und Falschinformationen der Öffentlichkeit. Beispielsweise durch Verheimlichung der tatsächlich vielfältigen, bis heute längst nicht vollständig geklärten Wirkungen auf den menschlichen Organismus und damit Reduzierung auf die erwärmenden Mikrowellen-Effekte, wie sie auch zur Erwärmung bzw. Erhitzung von Speisen genutzt werden. Rüstungskonzerne wie jener US-Konzern der einst auch die "Mikrowelle" zur Speisenerhitzung erfand - siehe nachfolgend - könnten dazu am ehesten Auskunft geben, wenn sie es denn wollten.

Diese Implantierung durch die o.g. Interessenten an der Technologie hatte wiederum systemische Folgen, nämlich - unterstützt durch Privatisierung - nach dem Angebot- und Nachfrage-Prinzip gleichzeitigen Abbau öffentlicher Fernsprechanlagen, z.T. per Festnetz nicht mehr erreichbare Bürger, allgemeine Akzeptanz, folglich Erwartungen der Arbeitgeber an die Arbeitnehmer, allgemeine Begeisterung für diese (praktische) Technologie und somit insgesamt zunehmend künstlich erzeugte Abhängigkeit von und Beaufschlagung durch eine Technologie, deren weiteren (schädlichen) Wirkungen man - wie z.B. einst beim Asbest oder DDT - zuvor seit langem kannte. [1] Trotzdem erfolgte - in beiden Fällen mindestens für viele Jahrzehnte - so gut wie nichts, sondern man ließ die Verbreitung weiter zu bzw. förderte sie sogar noch.

"Alle Risiken, die plötzlich eintreten - etwa ein Unfall, wo an einem Tag 500 Menschen sterben - haben eine ganz andere Wirkung auf die Politik als schleichende Risiken. Das gibt keine Schlagzeilen - das ist etwas, das im Verborgenen passiert." (...) "Ich denke, Asbest war ein Schlüsselereignis - insofern, als sehr deutlich wurde, dass die Erkenntnis von gesundheitlichen Schäden noch lange nicht bedeutet, dass etwas geschieht, um diese Schäden zu verhindern."

- Prof. Ortwin Renn, Risikoforscher, Universität Stuttgart in: "Asbest - Die tödliche Wunderfaser. Über die Macht einer verführerischen Technik", Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 10.09.2014

"Schon vor über 100 Jahren warnten Ärzte vor Gesundheitsschäden. Aber Manager und Politiker beachteten sie nicht. Langfristige Gesundheits- und Umweltrisiken waren damals kein Thema - was zählte, waren der technische Fortschritt, Wirtschaftswachstum, Gewinne und Arbeitsplätze. Auch fiel kein Arbeiter, kein Ingenieur tot um, wenn er Asbest in die Hand nahm oder seinen Staub einatmete - allenfalls hustete er kurz."

- Aus: "Asbest - Die tödliche Wunderfaser. Über die Macht einer verführerischen Technik", Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 10.09.2014

Weil man solche Folgen und Schäden auch bei den im Mobilfunk genutzten Mikrowellen seit langem kannte, nutzte man diese Technologie bewusst, um vermeintlichen Feinden auf verschiedene Weise (auch ohne spürbare Temperaturerhöhung) Schaden zuzufügen:

"Schlussendlich, zur Unterstützung der Tatsache gesundheitsschädlicher Auswirkungen nicht-thermischer Einflüsse von Mikrowellen, wie sie heute beim Mobilfunk benutzt werden, sollten wir uns daran erinnern, daß während des Kalten Krieges die sowjetische Bestrahlung westlicher Botschaften mit Mikrowellen-Strahlung (die Intensität lag dabei zwischen der eines Handys und einer Basisstation), durchgeführt mit der ausdrücklichen Absicht Gesundheitsschäden zu verursachen, durchaus erfolgreich war."

"Finally, in support of the reality of an adverse health impact of non-thermal influences of the kind of radiation used today in mobile telephony, we should recall that during the "cold war" the Soviet irradiation of western embassies with microwave radiation (of an intensity intermediate between that in the vicinity of a handset and a base-station), done with the express intention of inducing adverse health effects, was quite successful."

- Prof. Dr. G. J. Hyland, Institut für Physik, University Warwick (2001)

Vgl. dazu: Goldsmith JR: Epidemiological evidence of radiofrequency radiation (microwave) effects on health in military, broadcasting, and occupational studies. Int J Occup Environ Health  1995; 1: 47-57. [PubMed]; Joe A. Elder, Daniel F. Cahill: Biological Effects of Radiofrequency Irradiation. United States Environmental Protection Agency (EPA) September 1984, EPA-600/8-83-026-F, darin speziell Lilienfeld and associates (1978) in Kapitel 5.10.2 Mortality Studies, Seite 5-114 - 5-115.


  Inhalt

1.0 Einleitung

1.1 Mikrowellen-Geräte mit unter anderem thermischer Wirkung (High Power Microwave-Systeme)

1.2 Unterscheidung von thermischer und biologischer Wirkung.

2.0 Risiko ohne Vorsorgekomponente, staatlich abgesegnet.

2.1 Staatliche Risikovorsorge und Verantwortung? Weitere Erfahrungswerte.

3.0 Exogene Umweltfaktoren: Warum durch Mobilfunk einige krank werden,
und andere nicht oder viel später - Gründe zur Unterscheidung von Humbug
und Fakten in populären  Darstellungen.

3.1 Exogene Umweltfaktoren - Weitergedacht.

4.0 Problematik am Beispiel Krebs - Zusammenwirken,
Latenzzeiten, Zuordnung

5.0 Zu weiteren Wirkungen

6.0 Anerkennung der Folgen und Widersprüche unter Wissenschaftlern.

7.0 Zu Konsequenzen und Ausweichmöglichkeiten

8.0 Wirkungen auf das ungeborene Leben

9.0 Links

 

1.1 Mikrowellen-Geräte mit unter anderem thermischer Wirkung (High Power Microwave-Systeme)

Bevor ich zur eigentlichen biologischen Wirkweise bei niedriger Sendeleistung (Mobilfunk) sowie zur Unterscheidung der Wirkweisen komme, zunächst einiges zu diesem Thema unter dem Aspekt der thermischen (erhitzenden) Anwendung von Mikrowellen, hier konkret der zunehmenden militärischen, geheimdienstlichen, terroristischen und ggf. auch polizeilichen Anwendung sogenannter High-power microwave-Systeme (HPM, auch "High- Power Electromagnetics", HPEM).

Konzerne wie auch Raytheon, ehemals erster Mikrowellen-Konstrukteur, veröffentlichen selbstverständlich nicht alle ihre Entwicklungen (bekannt ist beispielsweise die Strahlenwaffe ADS, vgl. ein Bericht des ZDF) und arbeiten zwecks Entwicklung u.a. weniger-tödlicher Waffensysteme - euphemistisch  "nicht-tödliche" Waffensysteme genannt - mit Militär und Geheimdiensten zusammen. Nicht nur in den USA: "Der Knaller" auf der Rüstungsmesse IDEX in Abu Dhabi war 2009 der handliche "Blutkocher" der Bonner Firma Unival Group GmbH, berichtet unter dem Titel "Wahrer Jäger, wahrer Killer" in Ausgabe 10.2009 der Spiegel. Während herkömmliche Störsender oder "digital jamming systems" nur z.B. die Elektronik von Handys, Funkgeräten, Autos oder Flugzeugen der "Feinde", "Attentäter" oder auch Häftlinge ausschalten, beaufschlagt die "Box" im schwarzen Porsche in Abu Dhabi die Menschen selbst. David Vollmar, Managing Director und Inhaber der Firma, skizzierte lt. Spiegel die Funktion des Systems folgendermassen:

"Sie sind in einem Konvoi in gefährlichem Terrain unterwegs" (...) "Plötzlich umringt Sie eine aufgebrachte Menge. Da drücken Sie den Knopf." (...) "Stellen Sie sich ein Glas Milch in einer Mikrowelle vor. So ähnlich ergeht es dann Ihren Körpersäften. 2.400 Watt in einem Umkreis von 10 bis 20 Metern. Da kriegen Sie solche Kopfschmerzen, dass Sie sofort das Weite suchen."

Man kann sich vorstellen, was in diesem Fall mittels einer solchen "Fern-Mikrowelle" passiert, wenn jemand aus irgend einem Grund nicht (mehr) "sofort das Weite suchen" kann. Das System war 2009 ein Prototyp und lt. Spiegel im Westen noch nicht zugelassen, ich suchte es auf der Webseite vergeblich. Zum Beispiel der ZDF Info -Bericht "Krieg der Roboter" aus 2013 lehrt allerdings, daß es auf der IDEX "offiziell" nicht alles zu kaufen gibt, inoffiziell aber doch. Ausfuhrgenehmigungen erhält man für solche "Sicherheitssysteme" (ein Grund für diese Etikettierung?) vermutlich einfacher als für "Waffen". Ein Insider von der IDEX erklärt 2013 ausserdem, daß man sich die deutsche Technologie "ausserhalb von Deutschland besorgen" müsse (s. Min. 4:00).

Auf den offiziellen Webseiten mit Betonung der Wirkung als "non-lethal" (nicht-tödlich, siehe oben) sowie zur "Ausschaltung von Elektronikkomponenten", bietet auch die Nürnberger Firma Diehl unter der Bezeichnung "HPEMcase" sehr kompakte Geräte dieser Art an. Auch Rheinmetall-Detec bietet ähnliche Technologie. Dennoch sei betont, daß diese Klassifizierung als "non-lethal" lediglich bedeutet, daß es beim Produkt keine (sofortige) tödliche Wirkung gibt, und "Ausschaltung von Elektronikkomponenten" - je nach Technologie - ähnlich der gängigen Off-Label-Anwendung im Bereich der Pharmaprodukte ggf. durchaus andere Anwendungsmöglichkeiten zulässt. Die Unival Group GmbH verkauft selbst für die Anwender (!) ihrer "digital jamming systems" ("digitale Stör-Systeme") gleich "passende" Schutzanzüge, "EMF/EMR Protection Suits", getestet nach "MIL-STD 285 & IEEE Standard 299-1997" der Bundeswehr Universität in München, lässt man wissen.

Bereits 1997 spricht der amerikanische Elektroingenieur A. E. Pevler im Journal "Technology and Society" in diesem Zusammenhang vom "perfect crime", dem "perfekten Verbrechen", das sich mit solcher Technologie (HPM/ HPEM), deren "Effekte" von "nuisance to catastrophic", von "störend bis katastrophal" reichen würden, ausführen lasse. "Perfekt" insofern, daß sie sich kaum nachweisen lassen. Ich werde noch aufzeigen, daß diese "Effekte" nicht nur für technische Geräte (inkl. Autos und Flugzeuge, vgl. ein Bericht des Spiegel) gelten, sondern auch bei niedrigster Leistung für den menschlichen Organismus.

Was jetzt kommerziell weiterentwickelt und angeboten wird, ist eigentlich keine wirkliche Neuheit: Neben wissenschaftlichen u. technischen Publikationen findet man im (insbesondere englischsprachigen) Internet sogar bereits Anleitungen zum Umbau von Mikrowellenherden zu Strahlenwaffen. Welt online berichtete bereits am 06.01.2002 unter dem Titel "Mikrowelle als Nahkampfwaffe" von 150 Strafverfahren in dieser Sache, worin Dipl.-Phys. Klaus Münter von der PTB Braunschweig bestätigte, "dass es technisch möglich ist", Nachbarn durch Wohnungswände hindurch mit umgebauten Mikrowellenherden zu bestrahlen. So auch Prof. Dipl. Ing. Peter Pauli (Bundeswehruniversität München), Kontaktadressen hier. Die Seite mikrowellen-terror.de, die davon z.T. auch Bilder publiziert, berichtet da näheres. Ich denke, das einzige, was gegen so etwas hilft, ist Aufklärung, nicht aber Geheimniskrämerei.

Soviel vorab zum Thema "militärisch-geheimdienstlich-terroristische Anwendung", die - wie auch der Filmemacher des "ADS"-Videos oben bereits bemerkt - möglicherweise später im Zusammenhang von INDECT, EUROGENDFOR und Demonstrationen gegen intransparente Regierungsvorhaben wie zum Beispiel ACTA noch von Interesse sein könnten.

1.2 Unterscheidung von thermischer und biologischer Wirkung.

Wie bereits erwähnt, müssen neben der Sendeleistung jedoch die verschiedenen Wirkungsweisen der Mikrowellenstrahlung unterschieden werden. Selbstverständlich konnten die von Prof. Hyland in obigem Zitat beschriebenen "Gesundheitsschäden" der US-Botschaftsmitarbeiter nicht mit sogenannten "High Power Microwave" oder HP(E)M-Systemen wie z.B. dem "Active Denial System" (ADS) oder dem "Blutkocher" der Firma Unival Group GmbH ausgeführt werden. Warum? Dort handelt es sich physikalisch um sogenannte dielektrische Erwärmung, erzielt mit hoher Leistung. Man hätte solche schmerzhaften thermischen Wirkungen bei den Botschaftmitarbeitern dann ja schnell aufgedeckt oder zumindest verhindert. Welcher Art jedoch diese in obigem Zitat von Prof. Hyland erwähnten "Gesundheitsschäden" stattdessen gewesen sein dürften, zeigt folgendes Zitat:

"Untersuchungen haben Auswirkungen auf die Gesundheit ergeben wie etwa Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme bei Anwohnern von Handymasten. Auf allen wissenschaftlichen Nachweisebenen zeigen sich DNA-Schäden bzw. ein erhöhtes Risiko für Tumore." (Österreichische Ärztekammer, September 2005).

Auf Basis solcher seit langem bekannten Erkenntnisse (vgl. u.a. o.g. EPA-Studiensammlung aus 1984 unter dem Titel "Biological Effects of Radiofrequency Irradiation" von Joe A. Elder, Daniel F. Cahill) wurde von der Österreichischen Ärztekammer im Jahr 2012 auch eine "EMF-Leitlinie", genannt "Leitlinie der ÖÄK zur Abklärung und Therapie EMF-bezogener Beschwerden und Krankheiten (EMF-Syndrom)" herausgegeben. Und zwar als "Konsensus-Papier der AG-EMF", verabschiedet bei der "Sitzung der Referenten für Umweltmedizin der Landesärztekammern und der Österreichischen Ärztekammer" am 03.03.2012 in Wien. Vgl.:

"Nachdem soweit möglich allfällige andere Ursachen ausgeschlossen wurden, empfiehlt die Leitlinie für das als Klassierung das EMF-Syndrom bis auf Weiteres die Verwendung der Schlüsselnummer Z58.4 „Exposition gegenüber Strahlung“ gemäss der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10, http://www.dimdi.de/static/de/klassi/diagnosen/icd10/htmlgm2010/block-z55-z65.htm )."

Obiges Zitat der österreichischen Ärztekammer - ich werde da weitere Beispiele bringen - verdeutlicht einerseits bereits, daß es biologische Wirkweisen der Mikrowellenstrahlung auf Menschen gibt, und andererseits, daß es sehr unterschiedliche biologische Wirkungsweisen der Mikrowellen-Strahlung gibt. Je nach Stärke, Frequenz, Pulsung,  Körpereigenschaften (Kinder haben einen dünneren Schädel und insgesamt dünnere Gewebe, die die Strahlen folglich leichter durchdringen) und Sensibilität des Organismus. Dazu gibt es sehr verschiedene Modulationsverfahren (vgl. alternativer Link), um das Mobilfunkdatensignal zu übertragen. Diese haben ebenfalls Wirkungen, oft sind gerade sie entscheidend für die biologische Wirkungsweise.

Früher nutzte (oder nutzt?) man diese Technologie auch für andere Zwecke, offenbar um werdende Kinder im Mutterleib abzutöten: "Früher haben wir mit diesen Mikrowellen Geburtenkontrolle gemacht. Heute telefonieren wir damit. Sehr schön."  - (Prof. Dr. Huai Chiang, führende Elektrosmog-Expertin Chinas und WHO-Beraterin, Mobilfunk-Konferenz in Salzburg, 7.-8. Juni 2000). Anmerkung: China betreibt Ein-Kind-Politik. Daher ist es wenig verwunderlich, daß Studien von Mobilfunkstrahlung an Hühnerembryonen dieselben Ergebnisse zeigten - nämlich Tötung von Hühnerembryos. Wohlgemerkt: Auch hier ist nicht von Erhitzung, also der thermischen (physikalischen) Wirkung derselben die Rede, sondern den anderen - biologischen - Wirkungen der Mikrowellen-Strahlung. Mit nur geringfügigen Erhitzungseffekten bei der gängigen Mobilfunktechnologie zu argumentieren, wäre also an der Sache vorbei geredet, wie es auch Politiker gerne ausweichend tun.

Die Erkenntnisse zur thermischen Wirkung und bisherige Ausklammerung der biologischen Wirkungen sind auch der Grund für die "Standortbescheinigungspflicht" von Sendeanlagen über 10 Watt, die deshalb einsehbar sind (siehe unten die Links). Das hört sich zwar nach wenig an, für die biologische Wirkung genügen jedoch bereits kleinste Bruchteile dieser Sendeleistung - sogar des eigenen Mobiltelefons, oder das eines Anderen. Das zu durchschauen, setzt für den Normalbürger aber das Wissen voraus, daß es erhebliche biologischen Wirkungen gibt - was er im Regelfall aber nicht hat. Dieser Artikel soll dem abhelfen. Aber wie verhält es sich dabei überhaupt mit den abgegebenen Energiemengen und Grenzwerten?

2.0 Risiko ohne Vorsorgekomponente, staatlich abgesegnet.

Die abgegebenen Energiemengen der Sendeanlagen (wohl auch Grenzwerte) liegen hierzulande um ein Vielfaches höher als anderenorts, weiterhin ist die  abgegebene Energiemenge ca. um den Faktor 4,1 Mio. (!)  höher als nur zum Betrieb der Mobiltelefone letztlich erforderlich (Deutschland: Grenzwert 41 V/m, Datenübertragung bis ca. 0,00001 V/m problemlos möglich; Grenzwerte Luxemburg/ Belgien, Schweiz, Italien/Polen: 3, 4, 6 V/m). Empfehlung der österr. Ärztekammer: 0,6 V/m; BUND: 0,02 V/m. Eine Erhöhung der Feldstärke (V/m) um das 10fache entspricht dabei einer Erhöhung der Leistungsflussdichte um das 100fache. Weshalb diese erheblichen Differenzen?

  1. Offensichtlich ist der deutsche Gesetzgeber weniger an präventiver Gesundheitsvorsorge seiner Bürger, sondern vielmehr an Betreiberfreundlichkeit der Mobilfunkkonzerne interessiert, daher die Differenz um ca. den Faktor 10 zu anderen Ländern (die sich mutmaßlich ebenfalls etwas dabei gedacht haben und ebenfalls der Lobby unterliegen), zur ärztlichen Empfehlung jedoch in Höhe von ca. dem 68fachen.
  2. möchte der Gesetzgeber andererseits erreichen, daß auch innerhalb von Automobilen und Gebäuden (Stahlbeton, zur Isolierung metallbeschichtete Fenster etc.) trotzdem guter Mobilfunk-Empfang sichergestellt ist. Dazu würden allerdings auch die Werte obiger vergleichweise genannter Länder genügen. Der schweizer Banker telefoniert ebenso gerne mit seinem Handy. Dort wo die Sendeleistung physikalisch bedingt an ihre Grenzen stösst, werden hier und woanders Innensendeanlagen (U-Bahnen etc.) installiert. Die Bestrahlung findet also nahezu überall in erheblichem Ausmaß statt, wie ich noch darauf kommen werde, auch innerhalb von Gebäuden.

Dazu Prof. Dr. Heyo Eckel, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Umwelt in der Bundesärztekammer, bereits im August 2000:

"Es gibt gewichtige Hinweise für Schäden durch Mobilfunkstrahlung. Ich halte es für sorglos, wenn man an den bestehenden Grenzwerten festhält. Die Behörden werden von uns dringend aufgefordert, sich mit den wissenschaftlichen Ergebnissen, und es handelt sich um seriöse Forschungen, das sei hier betont, auseinanderzusetzen."

Das Ecolog-Institut untersuchte im Auftrag von T-Mobile gesundheitliche Auswirkungen von Mikrowellenstrahlung des Mobilfunkbereichs. Daraus resultiert die sehr lesenswerte Studie "Mobilfunk und Gesundheit" aus dem Jahr 2000. Der Leiter der Arbeitsgruppe, Dr. H.-Peter Neitzke äusserte sich dazu zusammenfassend:

„Im Mittelpunkt unserer Untersuchungen standen Wirkungen der elektromagnetischen Felder des Mobilfunks auf Mensch und Tier, die bei so geringen Intensitäten auftreten, dass ein thermischer Effekt ausgeschlossen werden kann. Wir haben die entsprechenden Studien einer strengen Prüfung hinsichtlich der angewandten Methodik, der Vollständigkeit der Dokumentation und der Aussagekraft der Ergebnisse unterzogen. Dabei zeigte es sich, dass rund 80 Prozent der in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlichten Untersuchungsergebnisse für die Beurteilung möglicher gesundheitlicher Risiken durch den Mobilfunk wenig hergeben.
Der Rest, auf den sich unsere Bewertung stützt, ist jedoch so gut gemacht und in sich konsistent, dass wir die deutlichen Hinweise auf Gesundheitsrisiken ernst nehmen müssen.
Um den Schutz der Bevölkerung vor den Auswirkungen der Felder des Mobilfunks zu verbessern, brauchen wir in Deutschland deutlich niedrigere Vorsorgegrenzwerte, wie sie bereits in einigen europäischen Nachbarländern gelten..."


Quelle: ECOLOG-Institut, Pressemitteilung 3 vom 27. April 2001: Mobilfunk und Gesundheit - Studie im Auftrag der T-Mobil weist auf gesundheitliche Risiken hin.
http://www.ecologinstitut.de/pr03.htm

Das meinen auch höchste Gerichte: Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 13.02.2004 (Az. V ZR 218/03) enthält der BRD-Grenzwert keine Vorsorgekomponente. Wie riskant das ist, vor allem wenn man klare Hinweise hat, hatte ich mit den Beispielen Asbest und DDT schon angesprochen. Ich gehe später näher darauf ein. Das Bundesverwaltungsgericht urteilte am 30.08.2012, daß Besorgnisse zu gesundheitlichen Auswirkungen von Mobilfunk unterhalb der Grenzwerte nicht etwa nur "Befürchtungen" um Immissionen seien, sondern solche Besorgnisse dem "vorsorgerelevanten Risikoniveau" zuzuordnen seien. Vorsorge sei also durchaus angebracht (Az. BVerwG 4 C 1.11).

Dazu kommt eine weitere Komponente: Die Bestrahlung erfolgt nicht durch einen Anbieter auf einer Frequenz, sondern parallel durch mehrere, zueinander in Konkurrenz stehende, Anbieter gleichzeitig, und das auf diversen Frequenzen. Da die Bundesregierung eine Privatisierung der Telekommunikation für richtig hielt, konkurrieren mehrere Lizenzinhaber darum, eine möglichst flächendeckende Bestrahlung (Versorgung) der Bevölkerung sicherzustellen. Das allerdings auch in jeweils mehreren Frequenzen, unter Ausnutzung der zugewiesenen GSM-  UMTS- und LTE-Frequenzbereiche. Die Betreiber für die UMTS-Technologie wurden vertraglich unter Druck gesetzt, möglichst schnell ein Mindestmaß an flächendeckender Bestrahlung (Versorgung) der Bevölkerung sicherzustellen, woraus sich ergab, daß es nun "nur noch" vier Lizenzinhaber sind, die jedoch jeweils mit Tochterunternehmen arbeiten, ihre zugewiesenen Frequenzbereiche ausnutzen, und in den Techniken UMTS, LTE, und auch weiterhin GSM arbeiten. Teilweise wurden Frequenzen z.B. an die Bundeswehr abgegeben.

Das heisst: Würde man seitens der Bundesregierung also nur das Ziel verfolgen, eine mobile Kommunikation sicherzustellen, bei gleichzeitig "möglichst geringer" Belastung der Bevölkerung (o.g. "Vorsorgekomponente" im Minimum als Kompromiss), so dürfte nachvollziehbar sein, daß dafür ohne Privatisierung ein einziger Anbieter in einer einzigen Frequenz (nicht einmal ein Frequenzbereich) genügt hätte bzw. dringend geboten wäre. Wie oben ersichtlich zudem in einer um ein Vielfaches niedrigeren Strahlungsintensität. Was auch höchste Gerichte hierzulande für richtig halten, wird seitens der Bundesregierung jedoch nicht hinreichend umgesetzt. Das obwohl man sich durchaus mit der Problematik beschäftigt, dazu Wissenschaftler vorlädt, u.s.w., wie im Bericht zur Anhörung vom 27. Februar 2013 des deutschen Bundestags ersichtlich. Allerdings wird bei näherer Lektüre der Gesetzesänderungen klar, daß auch weiterhin keine adäquate Vorsorge betrieben wird, sondern man darin vielmehr den Betreibern stellenweise noch erheblich entgegenkommt. 

Daß die Auswirkungen auf den Organismus und demzufolge die Risiken der Bundesregierung "eigentlich" bekannt sind, lässt sich auch den folgenden Ausführungen entnehmen. So schreibt das Umweltinstitut München beispielsweise hinsichtlich Mobilfunk und "Wireless LAN" (WLAN), der insbesondere in Innenräumen relevanten Form der hochfrequenten Strahlung:

"Nach einer Empfehlung des Bayerischen Landtags vom 22. März 2007 sollen Schulen auf drahtlose Internet-Netzwerke (WLAN) verzichten. Das ist das Ergebnis einer Anhörung vom vergangenen Dezember, an der auch das Umweltinstitut München beteiligt war. Der Bildungsausschuss des Landtags appelliert an Schulen, auf kabelgebundene Netzwerke zurückzugreifen. Dadurch sollen mögliche, durch Strahlung bedingte Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden, so die Begründung. Neben der Vernetzung von Computern dient WLAN als schnurloser Internet-Zugang für den PC daheim oder etwa in Hotels.

In der Antwort auf eine Anfrage der Grünen vom 23.07.2007 empfiehlt die Bundesregierung die Vermeidung von WLAN: „Die Bundesregierung empfiehlt allgemein, die persönliche Strahlenexposition durch hochfrequente elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten, d. h. herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen, wenn auf den Einsatz von funkgestützten Lösungen verzichtet werden kann.“ Quelle: Bundestagsdrucksache 16/6117. Auch die Europäische Umweltagentur (EEA) warnt nach der Veröffentlichung eines wissenschaftlichen Berichts am 17. September 2007 eindringlich vor den Gefahren hochfrequenter Strahlung, wie sie beispielsweise durch W-LAN-Netzwerke oder Mobilfunk ausgesendet wird: „Die aktuelle Forschung und die Analyse der Langzeiteffekte der Strahlung von mobiler Telekommunikation zeigen, dass es umsichtig von den Gesundheitsbehörden wäre, Maßnahmen zu treffen, um vor allem empfindliche Gruppen wie Kinder der Strahlung weniger stark auszusetzen“, sagt Jacqueline McGlade, geschäftsführende Direktorin der Europäischen Umweltagentur.

In der Resolution Nr. 1815 vom 27.05.2011 empfiehlt der Europarat für Schulen ebenfalls möglichst kabelgebundene Netze. Der Beraterkreis für Schulrechner am Bayerischen Kultusministerium empfiehlt in seinem Votum 2013 zur IT-Ausstattung von Schulen, bei ortsfesten Computern (z.B. im Rechnerraum) in der Regel eine kabelgebundene Lösung vorzuziehen."

Von "Warnung" kann eigentlich nicht wirklich gesprochen werden. Es handelt sich eher um Betreiberfreundlichkeit und Interessenbefriedigung, wobei man ersteren so nicht allzu sehr auf die Füsse tritt. Es wird eigentlich eher "nebenbei" erwähnt, denn diese recht laxen Warnungen sind ja obendrein eigentlich kaum jemandem bekannt. Mir jedenfalls erst nach längerer Recherche. Trotzdem wird man sich später natürlich nach dem Motto "Wir haben ja immer gesagt, daß..." ggf. darauf berufen wollen.

Verbote und Einschränkungen gibt es also so gut wie keine, letztlich wird es auch zum Zynismus, weil sich beispielsweise die Schulen ja nicht an solche "Empfehlungen" der Bundesregierung halten müssen und schon mangels Information auch eher nicht halten. Die Eltern müssen jedoch ihre Kinder in solche "WLAN-Schulen" schicken (Staatsschulpflicht) - es sei denn, sie finden eine Alternative. Auch die den Gesundheitsbehörden angemahnte "Umsichtigkeit" der EEA lässt da leider auf sich warten. Weiter kann man dem entnehmen: Problematisch ist also nicht nur "Mobilfunk"-Strahlung, sondern es geht um elektromagnetische Strahlung, hier insbesondere den Frequenzbereich der Mikrowellen-Strahlung, mit der auch Systeme wie DECTWLAN oder Bluetooth arbeiten.

Das Kresse-Experiment einer Schule in Nordjütland in Dänemark stieß diesbezüglich übrigens auf internationales Interesse. Die Gartenkresse wollte demnach unter WLAN-Bestrahlung (auch synonym Wi-Fi) so gut wie gar nicht keimen, die Vergleichsgruppen ohne Bestrahlung gediehen jedoch sehr gut (Hjallerup Skole, hjallerupskole.dk, hier der bebilderte Bericht der dänischen Zeitung Ekstra Bladet vom 17. Mai 2013 sowie des Fernsehsenders DR vom 16.Mai 2013, die Berichte hier und hier sowie u.a. englischsprachige Berichte unter Eingabe des Schulnamens liefern weitere Infos). Fünf Neunklässlerinnen der Schule gewannen damit einen regionalen Nachwuchswettbewerb. In ihrem 12-tägigen Experiment platzierten sie sechs Trägerschalen mit Gartenkresse-Samen zum einen in einem Raum ohne Router, zum anderen in einen Raum, der mit zwei Routern ausgestattet war, beobachteten, protokollierten und photographierten die Ergebnisse. U.a. Forscher des schwedischen Karolinska-Instituts sollen sich lt. der Klassenlehrerin, Kim Horsevad, dafür interessiert haben. Prof. Olle Johansson vom Stockholmer Karolinska-Institut, Abteilung Neurowissenschaft, äusserte sich dazu auf DR.DK.

2.1 Staatliche Risikovorsorge und Verantwortung? Weitere Erfahrungswerte.

Das obige ist also die bisherige Bilanz staatlicher "Verantwortung" in Sachen Mobilfunk. Wie sehen die Aussichten für die Zukunft aus? Ich hatte oben u.a. schon beispielhaft Asbest und DDT genannt, die sich wegen ihrer überaus breiten und sorglosen Anwendung sehr gut zum Vergleich eignen. Aufschlussreich hinsichtlich des Ersteren ist ein Interview der Süddeutschen Zeitung mit der Schweizer Autorin Maria Roselli, eine Schweizer Journalistin, die sechs Jahre lang für ihr Buch "Die Asbestlüge" recherchierte. Nachfolgende Zitate sind dem insgesamt lesenswerten Artikel entnommen, wobei ich ein Augenmerk auf die Zeitdauer bis zum Verbot legen will: 

"sueddeutsche.de: In der EU gilt seit 2005 ein Asbestverbot - das Problem hat sich dadurch also nicht erledigt?

Roselli: Nein! Vor dem Verbot wurde ungefähr 90 Jahre lang mit Asbest produziert. Und diese Produkte sind ja nicht einfach verschwunden - sie lagern auf Deponien und in unseren Häusern. Wir rechnen zum Beispiel damit, dass in 80 Prozent der Häuser in der Schweiz Asbest noch in irgendeiner Form vorhanden ist, zum Beispiel in den Heizungsräumen. Bauarbeiter können bei Sanierungs- oder Umbauarbeiten also unvermittelt mit dem Material in Kontakt und damit in Gefahr kommen - das geschieht täglich.

sueddeutsche.de: Dass Asbest krank macht, war schon seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts oder spätestens seit den 1940er Jahren bekannt. Warum hat es so lange gedauert, bis die Faser in Europa verboten wurde?

Roselli: In Deutschland, Frankreich und der Schweiz ist die Geschichte ähnlich. Nehmen wir das Beispiel Schweiz: Hier wurde 1978 von der Zementindustrie der Ausstieg aus dem Asbest angekündigt. Im gleichen Jahr hat die Schweizer Asbestlobby, in der verschiedene Industrien sich vereinigt hatten, einen Verein gegründet, den Arbeitskreis Asbest. Dieser hatte das Ziel, die Klassifizierung von Asbest in die Giftklasse 1 zu verhindern. Die Klassifizierung konnte um neun Jahre hinausgeschoben werden, was wiederum das Eintreten des Verbots hinausschob."

- Die Schweizer Autorin Maria Roselli im SZ-Interview.

Nachfolgende Zitate entstammen weiterhin einem umfassenden und sehr lesens- bzw. hörenswerten Beitrag auf Deutschlandradio Kultur: "Asbest - Die tödliche Wunderfaser. Über die Macht einer verführerischen Technik". Darin werden die lange Zeitdauer bis zur Veränderung, die Dimension der Folgen und die Hintergründe, nicht nur bezogen auf Asbest, deutlich:

"Wir haben die ersten Berichte über Gesundheitsschäden, die medizinisch-statistisch robust waren, Ende der 50er-Jahre. Es hat aber dann bis 1993 gedauert, bis in der Bundesrepublik Asbest verboten worden ist, in der EU sogar bis 2005 - also fast 50 Jahre zwischen der Erkenntnis und dem wirklichen Handeln. Das hat uns als Risikoforscher sehr stark beschäftigt."

- Prof. Ortwin Renn, Risikoforscher, Univ. Stuttgart.

"Asbest: Das ist die Geschichte eines Werkstoffs, der so praktisch und so nützlich und so vielfältig einsetzbar war, dass Generationen von Handwerkern, Ingenieuren, Managern ihm vorbehaltlos vertrauten. Mit buchstäblich atemberaubenden Folgen. Durch Asbeststaub wurden seit Beginn des Industriezeitalters Millionen Menschen krank, viele starben: Beschäftigte in Asbestbergwerken in Russland, in der Bauwirtschaft in Deutschland, in der Werftindustrie in Italien, in Autofabriken in Japan. Selbst auf Mieter und Verbraucher lauerten Risiken.

Asbest: Das ist geradezu ein Musterbeispiel für eine vermeintliche Zukunftstechnologie, deren Faszination so groß ist, dass Folgewirkungen viel zu spät geprüft werden. Und selbst als die Wirkungen bekannt waren, war es ein langer Weg, bis Konsequenzen gezogen wurden.

(...) Schon vor über 100 Jahren warnten Ärzte vor Gesundheitsschäden. Aber Manager und Politiker beachteten sie nicht. Langfristige Gesundheits- und Umweltrisiken waren damals kein Thema - was zählte, waren der technische Fortschritt, Wirtschaftswachstum, Gewinne und Arbeitsplätze. Auch fiel kein Arbeiter, kein Ingenieur tot um, wenn er Asbest in die Hand nahm oder seinen Staub einatmete - allenfalls hustete er kurz. Bis zu einer Erkrankung vergehen gewöhnlich Jahrzehnte. Erst nach 1990 setzten in den meisten Industriestaaten, auch in Deutschland, die Regierungen dem Verkauf des "Universalwerkstoffs" ein Ende. Der vorzeitige Tod von Millionen Menschen wäre vermeidbar gewesen."

(...) Der "Fall Asbest" ist nur ein Beispiel für Gedankenlosigkeit - oder Verantwortungslosigkeit - bei der Produktion von Wohlstand. Er verdeutlicht die Risiken einer Wachstumsökonomie, die mehr als zwei Jahrhunderte lang nicht einmal versucht hat, ihre Folgen zu überschauen.

(...) Voraussichtlich erreicht die "verzögerte Katastrophe" in Westeuropa und Nordamerika ihren Höhepunkt zwischen 2020 und 2030.

Die wirtschaftliche Bilanz: 200 Jahre lang machte das Material mit den faszinierenden Eigenschaften die unterschiedlichsten Produktionsverfahren einfacher und billiger. Auch der Nutzen für Konsumenten war unbestreitbar. Aber die Gesundheits- und Umweltschäden werden auf hunderte Milliarden Euro geschätzt - exakte Berechnungen sind nicht möglich.

(...) Könnte sich die "Tragödie Asbest" mit einer anderen Technologie wiederholen?

(...) Am Beispiel Asbest kann man exemplarisch studieren: Selbst wenn Experten frühzeitig auf die Risiken einer verführerisch nützlichen Technologie hinweisen, herrscht gewolltes Unwissen, bis die Probleme unabweisbar sind und eine kritische Öffentlichkeit Alarm schlägt. Selbst dann ist das Umdenken ein mühsamer Prozess. Rudolf Jost wurde in einer Mietergruppe in Berlin-Schöneberg aktiv:

"Das ist ein Verdrängungsprozess bei ganz vielen Leuten. Wir haben ja diese Initiative ins Leben gerufen und auch an vielen Haustüren geklingelt und die Leute eingeladen - bei vielen ist uns passiert, dass die gesagt haben 'Das geht uns nichts an' - oder 'Ich hab kein Interesse daran'."

Zur den Reaktionen von Medien und Politik meint der Risikoforscher Ortwin Renn von der Universität Stuttgart:

"Themen werden zunächst einmal aufgegriffen, und wenn sie die üblichen Merkmale erfüllen - dass es einen Bösewicht gibt, dass Unschuldige betroffen sind - dann haben wir die sensationelle Nachricht. Sie verbraucht sich dann aber auch sehr schnell. Dieser Zyklus der öffentlichen Aufmerksamkeit ist etwas, was uns viel Kopfzerbrechen macht - weil häufig am Anfang Hysterie ist, obwohl es gar nicht so kritisch ist, und dann, wenn es wirklich kritisch ist, dann ist es vergessen."

Wie die Geschichte der industriellen Moderne zeigt, hatten viele technologische und wirtschaftliche Entscheidungen ungewollte, unvorhergesehene - womöglich aber vorhersehbare - Auswirkungen. Allein der Umgang mit den Asbestaltlasten lässt Zweifel aufkommen, ob die Absichtserklärungen von Unternehmen und Politik zu "Nachhaltigkeit" oder "Zukunftsverantwortung" mehr sind als Gerede."

- Aus: Deutschlandradio Kultur, "Asbest - Die tödliche Wunderfaser. Über die Macht einer verführerischen Technik" Winfried Roth, Zeitfragen, 10.09.2014

Beim Asbest wurde also ca. 200 Jahre lang allseits, ungehindert und unaufgeklärt der Stoff verbreitet, bei dem man vor 100 Jahren bereits vor dessen Risiken warnte, da man sie ärztlicherseits vermutete bzw. von solchen ausging, aber ca. 50 Jahre lang schon sicher nachgewiesen war, wie schädlich er ist. Demnach quasi durch "medizinisch-statistische" Versuche und Ermittlungen am lebenden Menschen. Die Folgeschäden (Erkrankungen, schwere Leiden, Tod und Folgekosten, im o.g. Radiobeitrag umfassend geschildert) sind wegen der langen Zeitdauer bis zur Entwicklung (u.a. Krebs) selbst heute noch nicht einmal auf ihrem Höchststand. Man kann dem obigen Radio-Beitrag im Detail entnehmen: In weiten Teilen der Welt wird der Stoff sogar noch abgebaut und in Bauwirtschaft und Industrie weiterhin verwendet.

Wie verhält es sich mit DDT?

Auch beim DDT und seinen Metaboliten (z.B. DDE) gab es lange entsprechende Hinweise und Ergebnisse. Im Jahr 1945 hatte die FDA aufgrund problematischer Ergebnisse bereits Bedenken gegen die Freigabe, trotzdem wurde DDT daraufhin weltweit verbreitet, so auch in Deutschland schon damals. Mitte der 50er Jahre erkannte man Langzeitwirkungen der DDT-Metaboliten. Trotzdem erfolgte für viele Jahrzehnte so gut wie nichts, DDT wurde weltweit verbreitet.

Mit Begründung der vergleichsweise geringen akuten Giftigkeit des DDT ignorierte man bekannte Gefahren, vermarktete es als "Wundermittel", sprühte - neben der breiten Anwendung in der Landwirtschaft - auch Menschen damit sorglos ein oder behandelte deren Wohnhäuser. Man brachte das Pestizid erst einmal Jahrzehntelang weltweit in Umlauf und verdiente damit Milliarden. Solange, bis sich Langzeitfolgen für Mensch und Tier schliesslich nicht mehr verheimlichen liessen und durch Rachel Carson´s Buch Der stumme Frühling allgemein bekannt wurden. Mittlerweile wies man im Labor nach, daß mit DDE an Eiern des Hechtalligators eine geschlechtliche Umwandlung oder Intersexualität ausgelöst werden kann. Beim Menschen möglicherweise ebenso.

Nach breitem Bekanntwerden dieser Dinge begann man umzudenken. Man verbot DDT in den USA, wobei die Hersteller es - wider besseren Wissens - zu verhindern versuchten. Auch in Europa begann man überall Verbote auszusprechen: Wie im deutschen DDT-Gesetz geregelt zunächst Herstellung und Vertrieb, übergangsweise durfte es in der BRD noch bis 1991 eingesetzt werden, in der DDR wurde es mit Hylotox 59 bis 1988 hergestellt. Im Ausland hat sich das "Wundermittel"-Glaube jedoch zum Teil bis heute erhalten, weshalb es dort auch nach wie vor erhältlich und von "Gläubigen" - wie ich es bei verbotenem Holzschutzmittel z.T. selbst erlebte - dementsprechend auch ggf. eingeführt bzw. verwendet wird. In der WHO hat sich solche Leichtfertigkeit und Ignoranz (wovon man angesichts der Gefahren und auch Resistenzen sprechen muss) zu Entwesungszwecken bis heute erhalten.

Auch hier wurde also ebenfalls ein Stoff allseits, ungehindert und unaufgeklärt - und ausserdem positiv verklärt - verbreitet, von dem man - auch hier - mindestens 45 Jahre bzw. bei Langzeitwirkungen ca. 35 Jahre lang um Gefahren oder auch Folgen des Einsatzes wusste, bevor man der Verbreitung und dem Einsatz ein Ende setzte. Das gilt aber nur für Deutschland, die USA und weitere Länder. Nach wie vor ist der Stoff woanders noch im Einsatz. Auch hier ist dies wesentlich den Herstellern zu verdanken, auf deren Lobbyarbeit ich nachfolgend noch zu sprechen komme.

Wir können diesen Beispielen also - ergänzend zu den Befunden zum Mobilfunk aus dem vorherigen Kapitel - entnehmen, daß die Bundesregierung auch in der Vergangenheit und bis heute durchaus bei weitem nicht zeitgemäß in der Lage war und ist, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen. Dies hat also "Tradition" bzw. auch tiefere Hintergründe. Man muss also davon ausgehen, daß auch in Sachen Mobilfunk allseits, ungehindert und unaufgeklärt die Verbreitung und somit auch Schadwirkung wenigstens für Jahrzehnte gewährleistet wird. "Vorsorge" kann also nur jeder Bürger selbst leisten, soweit ihm möglich. Das erste was dazu nötig ist, ist natürlich Aufklärung.

3.0 Exogene Umweltfaktoren: Warum durch Mobilfunk einige krank werden, und andere
nicht oder viel später - Gründe zur Unterscheidung von Humbug und Fakten in populären Darstellungen.

Es ist allgemein bekannt, daß erwachsene Menschen hinsichtlich von schädigenden Umweltfaktoren bzw. Noxen (solche können sein: Strahlung, chem. Schadstoffe, Gifte, Feinstäube etc.) geringer empfindlich sind als im Wachstum befindliche Personen (Kinder), insbesondere aber von werdenden Kindern im Mutterleib. Man kennt es zum Beispiel vom Alkohol (die Dosis macht das Gift). Das trifft genauso für tierische Embryonen und auch insbesondere Keimzellen - ob menschlich oder tierisch - zu und ist der Grund dafür, daß in chemisch belasteten Flüssen beispielsweise natürliche Fischvermehrung nur noch sehr eingeschränkt stattfindet (infolge der chin. Industrialisierung derzeit z.B. im Mekong), man dort bereits woanders geschlüpfte und vorgezogene Fische in Fischfarmen jedoch rel. problemlos vermehren kann. Ebenso ist allgemein bekannt und unbestritten, daß Mikrowellen-Strahlung wie sie auch beim Mobilfunk verwendet wird, Brüche in der DNA verursacht (Röntgen- bzw. radioaktive Strahlung tut dies z.B. ebenfalls), die jedoch für gewöhnlich - sofern eine gewisse Dosis nicht überschritten wird - vom Organismus ausgeglichen, sprich repariert werden kann. Solche Ausgleichs-Kompetenzen hat jeder gesunde menschliche Organismus.

Eine Körperzelle ist ein System im Fließgleichgewicht. Sie nimmt fortwährend Moleküle auf, verarbeitet sie, synthetisiert benötigte Stoffe, und gibt wiederum bestimmte Stoffe an die Umgebung ab. Das ist also ein ständiger Prozess. Auch die Schad-Stoffe werden im gesunden Zustand sprichwörtlich "gewechselt" (chem. in unschädliche Stoffe umgewandelt) bzw. ausgeschieden, Reparaturen an Zellen und Genom erledigt, Zellfunktionen problemlos ausgeführt. Im geschädigten Zustand kommt es hierbei jedoch zu Einschränkungen. Wenn wir das verstanden haben, ist auch leicht zu verstehen, daß es viele Ursachen für Zell- oder auch DNA-Schäden gibt und geben kann, die grundsätzlich zwar ein Risiko darstellen (und damit wenn vermeidbar zu meiden sind), jedoch im gesunden Zustand umfangreich, jedoch in gewissen Grenzen, repariert werden. Diese Gesundheit bzw. Grenzen wiederum sind die Ursache, weshalb manche Menschen krank werden, und andere nicht (vgl. u.a. Elektrosensibilität):

Kommt es zu einer Erhöhung der Dosis, Zusammenwirken von ggf. verschiedenen der o.g. exogenen Umweltfaktoren, spez. persönlicher Extrem-Belastung (z.B. auch durch Innenraum-Gifte wie Lindan oder Weichmacher im häufigen PVC-Bodenbelag und auch Möbeln vieler Wohnungen, vgl. hier), liegt bereits eine erhebliche körperliche Belastung durch vor allem systemische Krankheit vor, oder schädigt die Person sich auch durch Faktoren wie ungesunde (industriell verarbeitete) Ernährung, belastetes Wasser, Sonnenlichtmangel, Alkoholismus oder Tabakkonsum, Deo- oder Duft-Spray, berufl. chem. Belastungen, Adjuvantien in Impfstoffen etc. mehr oder weniger (un)bewusst selbst, so können Faktoren wie Mobilfunkstrahlung oder auch DECT, WLAN und sonstige elektromagnetische Strahlung das sprichwörtliche "Fass zum Überlaufen" bringen. Das bedeutet, daß die o.g. Ausgleichskompetenzen des Organismus überfordert werden bzw. die normalerweise unbemerkt und reibungslos funktionierenden Stoffwechselvorgänge nicht mehr problemlos funktionieren, um die durch solche künstlichen Umweltfaktoren erzeugten Einwirkungen schädlicher Art ausreichend zu kompensieren. Der Mediziner und Pharmakologe Prof. Dr. Andrew Weil, Harvard Universität, ließ bereits 1995 wissen:

"Toxische Belastungen gehören zu den häufigsten Ursachen von Krankheit und eingeschränkter Heilungsreaktion. Neben den Giften bereiten zunehmend toxische Formen von physikalischer Energie Sorgen, wobei die elektromagnetische Umweltbelastung die signifikanteste Form darstellt, die der Mensch in diesem Jahrhundert hervorgebracht hat. Sie ist besonders gefährlich. Toxine, egal ob stofflich oder energetisch, können die DNA schädigen, die Abwehrkräfte schwächen und die Entwicklung von Krebs und anderen Krankheiten fördern. Bemerkenswert ist die Trägheit, mit der Mediziner und Wissenschaftler ein Interesse für diese Thematik entwickeln. Hier droht eine der größten Gefahren für die Gesundheit und für das gesamte Wohlergehen der heutigen Welt." 

Dabei ist relevant, daß es auch viele chemische Stoffe gibt, deren toxikologischen Wirkungen (insbesondere der Metabolite und Langzeitwirkungen) völlig unbekannt bzw. auch unerforscht sind, wie nachfolgend der Risikoforscher Prof. Ortwin Renn beschreibt. Dennoch gelingt es leicht, daß sie zugelassen und - aus kommerziellen Gründen - wie selbstverständlich verwendet werden.

"Wir kennen nicht einmal von fünf Prozent aller Chemikalien die toxikologischen Eigenschaften. Zwar wissen wir bei den anderen 95 Prozent viel über ihre Klassenzugehörigkeit. Aber wir finden immer wieder Überraschungen - dass bestimmte Chemikalien doch anders wirken, als man es vorhergesagt hatte. Und wir haben natürlich immer wieder neue Chemikalien."

- Prof. Ortwin Renn, Univ. Stuttgart in: Deutschlandradio Kultur, "Asbest - die tödliche Wunderfaser", 10.09.2014

Dem lässt sich entnehmen, daß es selbstverständlich auch eine Vielzahl von unterschiedlichen unbekannten Belastungen für den individuellen Menschen bzw. dessen Organismus gibt, denen andere wiederum nicht ausgesetzt sind. Der Toxikologe und Chemiker Dr. Tino Merz schreibt zum Thema: "Funktionelle Medizin: Stoffwechselprozesse und Regelkreise": (http://www.dr-merz.com/5.html):

"Der Stoffwechsel im Organismus erfolgt durch Gleichgewichtsreaktionen. Diese bilden verschiedene Stoffwechselkreisläufe - z. B. Citratcyclus, Stickstoffkreislauf, etc. Jede der Reaktionen wird durch ein Enzym gesteuert, die Aktivität der Enzyme durch die Genexpression am Genom, diese wiederum durch Botenstoffe.

Störungen dieser Gleichgewichte können Auftreten durch Überlastung, Mangel von essentiellen Stoffen oder ein sich Aufschaukeln von Teilstörungen in den Steuerungssystemen des Organismus. Deshalb ist es das Charakteristische solch chronischer Krankheiten, dass sich in aller Regel Dysfunktionen des zentralen und peripheren Nervensystems, des Immunsystems und des Endokrinums finden lassen.

Querverweis zur Umweltmedizin: Es ist sicher keine Zufall, dass eine große Anzahl der Chemikalien unseres täglichen Lebens neuro-, immuno- oder endokrinotoxisch sind. Vielfach stören sie - wie die Graphik zeigt - mehrere Steuersysteme des Organismus' simultan."

Und weiterhin schreibt Dr. Merz unter "Wissenschaftlicher Erkenntnisstand in der Umweltmedizin": Chronische und akute Krankheitsbilder" (http://www.dr-merz.com/19.html):

"Verständliche Schwierigkeiten bereitet ...

  • die Vielfalt unspezifische Symptome. Der Sachverständigenbeirat für Umweltfragen hat in seinem 1987er Gutachten ausgeführt, dass dies charakteristisch für chronische Vergiftungen ist. Das Spezifische an den Symptomen chronischer Vergiftung ist, dass sie durchweg unspezifisch sind. So sind etwa Anmerkungen in Gutachten, man könne eine Intoxikation nicht objektivieren, da die dazu notwendigen spezifischen Symptome fehlten, fachlich falsch und juristisch gezielte Desinformation. Spezifisch sind Symptommuster. Aus diesen wurden die Diagnosekriterien abgeleitet.
  • die Tatsache, dass Umweltkrankheiten wie auch andere chronische Erkrankungen, individuelle Krankheitsbilder sind. Der Organismus bricht an seiner schwächsten Stelle. So werden etwa psychische und kognitive Schwächen verstärkt oder das Stoffwechselsystem erzeugt an seiner schwächsten Stelle Symptome. So findet man bei gleicher Intoxikation individuell unterschiedliche Ausprägungen."

3.1 Exogene Umweltfaktoren - Weitergedacht.

Einige sprechen beim Mobilfunk von der "grössten Seuche" des 20. und 21. Jahrhunderts. Überlegen wir mal, warum sie (dessen bewusst oder unbewusst) damit Recht haben könnten:

Das o.g. Zusammenwirken der Faktoren bedeutet, daß auch Krankheiten mit bakterieller oder viraler "Ursache" (so die offizielle Lehrmeinung), sogenannte "Infektionskrankheiten", durch solche Schwächung des Organismus und Immunsystems z.B. mittels Giften oder Strahlung (oder auch durch die Folgen von Kriegen) ursächlich ausgelöst und gefördert werden können. Den so geschwächten Organismus, ohne effektive Abwehrkraft, nutzen die Erreger dann quasi als "Nährboden". Betrifft die Schwächung viele Menschen gleichzeitig, dann können sie sich ggf. auch epidemisch ausbreiten. Das fasste bereits der Mediziner Claude Bernard mit seinem Zitat: "Der Keim ist nichts, das Milieu ist alles." zusammen. Neu ist diese Überlegung also nicht.

In der Schulmedizin tut man sich jedoch erwiesenermaßen schwer, über die alten Dogmen - so auch jenes von den Keimen als alleinige bzw. zentrale "Ursache des Übels" - hinauszudenken. Solches "Abwehrverhalten" wird mit dem sogenannten Semmelweis-Reflex bezeichnet. Als der Namensgeber einst drohte und den Medizin-Korryphäen als Ankläger ihrer gefährlichen Praktiken ernsthaft lästig wurde, warf man ihn letztlich unter dubiosen Umständen in die Psychiatrie (vgl. Psycho-Pathologie), wo er mysteriös verstarb.

Für die Anwendung von Mikrowellenstrahlung in Mobilfunk & Co. bedeuten obige Zusammenhänge, daß sie durch Schwächung des Organismus inkl. des Immunsystems ("Disstressor") ein nicht unerheblicher Faktor für die zukünftige Ausbreitung von Seuchen sein könnten. Aber die Pharmakonzerne haben da sicher schon einen (Impf-)Stoff parat (siehe Vogel- und Schweinegrippe) der sich für hunderte Millionen oder auch Milliarden, schädlich und leider ggf. auch noch unwirksam an Staat und Bürger verscherbeln lässt. Man vergleiche dazu den Skandal um Tamiflu (Vogelgrippe) oder die Schweinegrippe-Impfung. Die Süddeutsche Zeitung berichtet es u.a. ausführlich.

Impfstoffe etwa, von denen die Masse nur die "Untertanen" bekommen sollten, weil Politiker offensichtlich über die darin enthaltenen Adjuvantien informiert waren, wie der Spiegel berichtet. Adjuvantien sind zum Beispiel Immunverstärker wie Aluminiumhydroxid (s. hier) oder Squalen-Gemische (s. hier oder hier), die in beiden Fällen im erheblichen Verdacht stehen, unter anderem schwere Autoimmunerkrankungen auszulösen (s. hier). Auch quecksilberhaltige Konservierungsstoffe wie Thiomersal werden solchen zugesetzt (s. hier). Solche Präparate wurden unter den Wirkungen des Angst-Marketing und öffentlichem Druck für Hunderte Millionen an Steuergeld eingekauft und nun zum Sondermüll in den staatlichen Lagern.

Trotz diesen Zusammenwirkens verschiedener Umweltfaktoren bzw. Noxen (so auch diesen oben genannten) ist es - wie nachfolgend näher ausgeführt - möglich, daß auch die alleinige Wirkung der Mobilfunkstrahlung gravierende Schäden zur Folge haben kann, die viel später auftreten oder gar nicht sicher als solche zugeordnet werden können.

4.0 Problematik am Beispiel Krebs - Zusammenwirken, Latenzzeiten, Zuordnung

Mobilfunk- oder Röntgenstrahlung kann wie erwähnt beispielsweise DNA-Strang-Brüche verursachen. Auch das ist nicht zwingend gefährlich, jedoch generell - je nach Gesundheitszustand, Dosis, Einwirkdauer etc. - ein gewisses Risiko. Im Fall o.g. Überforderung des Organismus bedeutet das jedoch möglicherweise die gestörte oder zu langsame Fähigkeit, dieselben zu reparieren bzw. daraus entstehende Mutationen bzw. Krebszellen im Kleinststadium als solche zu erkennen und rechtzeitig durch das Immunsystem zu eliminieren. Es sind also nicht nur Einflüsse, die das Erbgut verändern, krebserregend. bzw. fördernd (besonders empfindlich dafür ist die Zelle während der Zellteilung, daher sind Zellen, die sich schnell teilen, besonders anfällig), sondern auch Einflüsse, die das Immunsystem daran hindern, entartete Zellen zu erkennen und zu beseitigen. Ein gesunder Organismus ist dazu stattdessen meistens in der Lage, solche Vorgänge finden unerkannt laufend statt. Von "Krebs" spricht man allgemein dann, wenn es längst zu diversen Zellteilungen und Vermehrungen der Entartung (bösartige Geschwulst oder Tumor) gekommen ist, die dann zunehmend schwerer vom Immunsystem zerstört werden können und ggf. Metastasen bilden.

Die millionenfach verbreitete Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), welche zunehmend auch bei Kindern auftritt, schafft beispielsweise für Krebs - der aus z.B. DNA-Brüchen entsteht - nachgewiesen gute Milieu-Bedingungen und erhöht das Risiko demnach um 20-30%. Andere Erkrankungen oder auch die Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Immunsuppressiva) können die Risiken ebenso erhöhen. Beide Faktoren (Strahlung und Krankheit) arbeiten dann quasi "Hand in Hand". Dabei ist wichtig zu wissen, daß bei Strahlungsschäden der DNA Krebs als typische Strahlenfolge erst nach etwa 5 Jahren aufzutreten beginnt und - je nach Art - nach 10-15 bzw. 30-40 Jahren seine mittlere Latenzzeit hat. Das heisst, das Maximum der Erkrankunghäufigkeit liegt bei Leukämie z.B. 10-15 Jahre nach der Strahlenschädigung, bei soliden Tumoren etwa 40 Jahre später. Siehe hier.

Ob diese Ergebnisse anhand radioaktiver bzw. ionisierender Strahlung oder anderer energiereicher Strahlung ermittelt wurden, dürfte deshalb keinen Unterschied machen, weil in beiden Fällen ursächlich eine Veränderung des Genoms erzielt werden kann, die dann wiederum zu den (viel späteren) bösartigen Entartungen führen kann. Die lange Latenzzeit ist im übrigen auch bei Krebserkrankungen durch Asbest, eingeatmete Chemikalien, u.s.w., vorhanden. Grob gesagt liegt sie - je nach Krebsart - insgesamt zwischen 6 und 60 Jahren. Im höheren Alter gibt es allerdings bestimmte Krebsarten, die dort aufgrund des zunehmend schwächeren Immunsystems - wie auch bei Immungeschwächten (HIV etc.) - auffallend häufiger auftreten.

"Biologische Wirkungen von elektromagnetischen Feldern bestehen unbestreitbar. Über Zusammenhänge mit Krankheiten, besonders Leukämie und Krebs, liegen Untersuchungen vor. Die Ergebnisse von Untersuchungen an Mensch und Tier zeigten ähnliche Effekte. Elektromagnetische Felder können als Disstressor bewertet werden, dessen pathogene Wirkung erst nach Jahren sichtbar wird."

- Prof. Dr. Karl Hecht, Leiter des Pathologischen Institutes der Berliner Charite und Direktor des Institutes für Stressforschung, nach Auswertung 1500 russischer Forschungen im Auftrag des Bundesinstitutes für Telekommunikation (2001)

Es liegt auf der Hand, daß die meisten eine spätere Erkrankung deshalb kaum der richtigen Ursache zuordnen (können) werden und verdeutlicht umso mehr die Problematik, potentiell schädliche Technologien im "Langzeitversuch" auf den Menschen einwirken zu lassen, um dann (siehe Asbest, Radar etc.) später die Folgen zu bedauern bzw. die Folgen wegen der Vielfalt von Einwirkungen weiterhin nicht zuordnen zu können und allenfalls eine laufende Erhöhung der Krebsraten als typische "Zivilisationskrankheit" festzustellen: Jeder vierte Todesfall aus dem Jahr 2011 geht in Deutschland auf Krebs zurück. Der Anteil der bösartigen Tumorerkrankungen unter den Gestorbenen sei in den vergangenen 30 Jahren um fast 25 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zum Weltkrebstag mit. 490.000 Menschen erkranken pro Jahr daran, über 221.000 sterben daran (2011), mit insgesamt steigender Tendenz. In den Städten kommt es zu einer Häufung von Lungenkrebsfällen. Die Zahl 221.000 bedeutet: Eine Stadt, grösser als Kassel, wird von bösartigen Wucherungen vollständig ausgelöscht. Jedes Jahr.

Dabei ist gemäß des oben genannten die erhebliche Verzögerung zu berücksichtigen, die das Genom schädigende Umweltfaktoren (Strahlung, chem. Schadstoffe, Feinstäube, Lebensweisen u.s.w.) bis zum Ausbruch haben. Die potentiellen Erkrankungsfälle durch Mikrowellenstrahlung oder auch zunehmend mehr toxische Feinstäube durch Nano-Partikel sind folglich in diesen Zahlen und Statistiken überwiegend noch gar nicht inbegriffen. Letztere werden insbesondere (aber nicht nur) von modernen Diesel- oder Benzinmotoren emittiert, da diese den Kraftstoff feiner zerstäuben als die älteren und die Verbrennungspartikel dann in der Lage sind, tief in den Körper einzudringen und - nach Verteilung über die Blutbahn - sich in den Organen abzulagern. Nano-Partikel sind auch unterhalb des EU-Grenzwerts deutlich karzinogen und Autoabgase insgesamt spielen auch ebenso nachgewiesenermaßen eine erhebliche Rolle bei der Entstehung von Allergien und Asthma. Deren Ausbreitung nimmt weiterhin gravierend zu, ohne daß entsprechend ausreichende Maßnahmen dagegen ergriffen würden (Weiteres unter Automobilismus).

5.0 Zu weiteren Wirkungen.

Neben solchen DNA-Strang-Brüchen gibt es auch diverse nachgewiesene Wirkungen der Mikrowellen-Strahlung auf die Zelle, das menschliche Immunsystem und den Organismus, die von anderer Art sind. Nachgewiesen wurde beispielsweise auch eine Öffnung der Blut-Hirn-Schranke durch Mobilfunkstrahlung, wohlgemerkt bei niedriger Dosis in einiger Entfernung vom Telefonierenden, sprich für die Umstehenden bzw. Unbeteiligten. Das folgende Zitat von Dr. med. Karl-Heinz Braun von Gladiss verdeutlicht den Sinn der Blut-Hirn-Schranke und die beispielhaften Folgen einer Einwirkung:

„Elektromagnetische Felder sind Türöffner für chemische Gifte ins Gehirn. Gepulste elektromagnetische Hochfrequenzfelder mindern die Barrierefunktion der Bluthirnschranke; sie erhöhen also die Durchlässigkeit für [Anm.: unter anderem] nervenschädigende Eiweißkörper in Nervenstrukturen hinein. Diese auch als "Troja-Pferd-Effekt" bezeichnete pathologisch erhöhte Durchlässigkeit der Liquorschranke für cerebrotoxische Proteine hängt nicht von der Dauer der Exposition ab, der Effekt tritt sofort ein. Wenn also Viren im Tierfutter vorhanden sind, sind elektromagnetische Felder daran beteiligt, diesen den Zutritt in Nervenstrukturen zu begünstigen. Elektromagnetische Felder und BSE-Prionen wirken synergistisch.“

Synergistisch bedeutet diesbezüglich: Sich gegenseitig (in der Schadwirkung) fördernd bzw. ergänzend. Solche nicht-thermische Effekte - wie beispielhaft der Zutritt von für Nervenstrukturen schädlichen Substanzen aus dem Blut (Dr. Braun von Gladiss nennt hier beispielhaft Prionen oder Viren) -  kann v.a. gemäß o.g. Zusammenhang bzw. Zusammenspiel von Krankheit und eingeschränkter Reparaturfähigkeit oder Immunleistung schwerwiegende Leiden zur Folge haben, deren Ursachen und Hintergründe lange oder gar nicht näher identifiziert und leider auch stigmatisiert werden, weil grosse Bevölkerungsteile deren Symptome nicht (oder noch nicht) bei sich spüren. Auch Viren oder Prionen sind winzig klein und für sich selbst bewegungsunfähig, aber mit dem Blut transportabel. Es liegt auf der Hand, daß der genannte Synergismus auch für andere toxische Kleinst- oder Nano-Partikel (z.B. aus Autoabgasen oder Imprägnier-Spray) gelten dürfte, die ebenfalls ins Blut gelangen, ebenfalls in die Grössenordnung der Viren fallen, und damit ebenfalls mittels Mobilfunkstrahlung bei Öffnung oder Dysfunktion der Blut-Hirn-Schranke in Nervenstrukturen gelangen dürften.

Ich weise darauf hin, daß es ungeklärt ist, wie viele solche Stoffe nötig sind, um Symptome zu erzeugen oder wie lange es dauert, daß es also schwerwiegende Spät-Folgen geben könnte und daß Krankheiten wie beispielsweise Alzheimer ursächlich weiterhin ungeklärt sind. Davon sind in Deutschland allein - je nach Quellenangabe - ca. 700.000 bis 1,2 Mio.  Menschen betroffen, wobei der Gehirn-Verfall im Schnitt (nur) sieben Jahre dauert und jährlich etwa 120 - 160.000 neue Fälle diagnostiziert werden. Eine vermutete Ursache der Alzheimer-Erkrankung sind Entzündungsfolgen im Gehirn. Solche chronischen Entzündungsreaktionen können im Körper auch durch (vom Immunsystem als feindlich attackierte) Fremdstoffe - mutmaßlich also auch diverse Nano-Partikel - ausgelöst werden.

"In 20 Jahren sind wir ein Volk von Demenz-Kranken" (...) "Möglichst auf das Handy verzichten", so Dr. Brigitte Langer, Physikerin aus Heidelberg, beim Montagsforum in Erlenbach (Januar 2001). Die Wissenschaftlerin die in der Hirnwellenforschung tätig ist, gab zu bedenken, daß selbst die Strahlung eines Handys im Stand-by-Modus die Blut-Hirn-Schranke öffnet, die normalerweise geschlossen ist und damit Krankheiten wie Alzheimer, Demenz, Multiple Sklerose und Parkinson verhindern würde.

Links - Trockenbild von Speichel einer Versuchsperson vor einem Handygespräch. Rechts – Trockenbild von Speichel einer Versuchsperson nach einem (wortlosen) Handytelefonat von 2 Min.

Es gibt weitere ungeklärte pathologische Ereignisse im Bereich der chronischen Autoimmunerkrankungen (neben dem erheblichen Anstieg der Allergien), die zu bedenken geben: Bei Diabetes Typ I, dessen Ursachen man nicht kennt, ist bei Kindern ebenfalls ein unerklärlicher Anstieg zu verzeichnen. Die Zunahme beträgt jährlich ca. 4%,  offenbar signifikant in industrialisierten Ländern. (Vgl. die TEDDY-Studie).

"Beeinträchtigungen des Immunsystems sind vielfach nachgewiesen. (...) Es wurde nachgewiesen, dass vermehrt Stresshormone ausgeschüttet werden mit allen Konsequenzen, die das haben kann. Es gibt Störungen vieler Zellfunktionen, das besonders bedenklich stimmt. Die Auswirkung, die das alles auf den Organismus hat, können wir noch gar nicht abschätzen."

- Ecolog-Institut, Dr. H.P. Neitzke, umfangreichste Risikobewertung weltweiter Forschungsergebnisse im Telekom-Auftrag, ARD-Fernsehsendung "Plusminus" (Mai 2001)

Kenntnisse über die Wirkweise von Mikrowellenenergie hat man - wie an obigem Zitat von Prof. Dr. G. J. Hyland und der geschilderten Anwendung an US-Botschaftern im "Kalten Krieg" bereits verdeutlicht - nicht erst seit der Jahrtausendwende:

"Gepulste Wellen schädigen das Immunsystem und beeinflussen Neurotransmitterabläufe."

- Prof. Dr. Dan Lyle, Loma-Linda-Universität, Kalifornien (1985)

"Wir wissen sehr gut, dass gepulste Signale auf den Menschen stärker einwirken als ungepulste. Gepulste Mikrowellen greifen tief in biologische Prozesse ein."

- Prof. Dr. Ross Adey, Loma-Linda-Universität, Kalifornien (1970)

Allerdings war der Umfang ihrer Anwendung bezogen auf die allgemeine Bevölkerung im Vergleich zur heutigen Zeit geradezu eine Rarität. Weiterhin gibt es - neben diesen biologischen bzw. biochemischen Wirkungen auf den Zellstoffwechsel aller Körperzellen insgesamt und damit auch z.B. das Immunsystem oder die Nervenzellen - auch Auswirkungen auf die bioelektrische Arbeitsweise des Nervensystems, dessen Nervenzellen ja insgesamt kombiniert, nämlich elektro-chemisch arbeiten:

"Periodisch gepulste Mikrowellen der Intensität eines üblichen Mobilfunktelefonates beeinflussen die bioelektrische Gehirnaktivität. Es gibt keinen Zweifel, dass Handywellen, die noch keinen thermischen Effekt auslösen, biologisch wirksam werden können." (Bundesanstalt für Arbeitsmedizin, Berlin, 1998).

Deshalb zeigen sich die Wirkungen der Mobilfunkstrahlung auch im EEG, wie etliche Wissenschaftler zu berichten wissen.

6.0 Anerkennung der Folgen und Widersprüche unter Wissenschaftlern.

Trotz allem diesem: Leider werden von Umweltkrankheiten Betroffene häufig auf die F-Klassifizierung (ICD-10) sprich die "psychische Schiene" abgeschoben und erhalten nicht selten Diagnosen, bei denen Ursache und Wirkung miteinander verwechselt wird (Beispielsweise Depression oder Angst infolge also aufgrund fehlender Anerkennung, Abhilfemöglichkeiten oder auch Ignoranz). Strahlungseinwirkungen können auch andere, davon unabhängige, schwere Krankheitsbilder einer Umweltkrankheit - wie CFS oder MCS - negativ beeinflussen. Von vielen (Laien wie Ärzten) werden solche Umweltkrankheiten - genauso wie Elektrosensibilität - mangels Verständnis und Auseinandersetzung(swillen) mit den Hintergründen ebenfalls als "Spinnerei" oder "psychisch" abgetan. Ärzten erscheint z.T. der Aufwand im Relation zum Einkommen unverhältnismässig hoch. Es ist erheblich einfacher, solche zum Psychiater zu überweisen, als selbst umfangreich zu diagnostizieren bzw. sich im nötigen Rahmen einschlägig damit zu befassen, zumal es sich z.T. um Ausschlussdiagnosen handelt. Die mittels entworfener ICD- und DSM-Bibeln grassierende Diagnose-Inflation der Psycho-Pathologie leistet dazu einen wesentlichen Beitrag: "In Deutschland erreicht die Zahl der psychischen Diagnosen stets neue Höchststände." (In: "Wahnsinn wird normal": Der Spiegel 04/2013, Jörg Blech).

Solche fehlende Anerkennung ist völlig unbegründet, vgl. dazu auch hier die Webseite des Chemikers Dr. Tino Merz. Als Kämpfer gegen die weit verbreitete bequeme Pseudo-Wissenschaft in Sachen Umwelttoxikologie und Mietmäuler gilt auch der Toxikologe Prof. Otmar Wassermann, der weiterhin auch am 9. August 2002 zu den Erstunterzeichnern des Freiburger Appells gehörte, welcher u. a. für schärfere Grenzwerte der Strahlungsstärke von Mobilfunkanlagen eintritt.[5]

Auch der ehemalige Staatsanwalt und Ankläger im Holzschutzmittelprozess (hier Tagesschau-Bericht von 1992), Prof. Erich Schöndorf, berichtet hier, wie wirksam die Industrie ihre Interessen durchsetzt. Das gilt auch für renommierte Wissenschaftler wie Prof. Olle Johansson (er wurde bei obigem Schülerexperiment in Dänemark bereits erwähnt), wenn sie zu hartnäckig und öffentlichkeitswirksam tätig sind. Prof. Johansson war noch 2013 am Stockholmer Karolinska-Institut, Abteilung Neurowissenschaft, tätig: Weil er sich öffentlich zu Mobilfunk-kritisch äusserte und in Sachen Elektrosensibilität engagiert ist, musste er seine Sachen packen und die Forschungsmöglichkeiten (im Rahmen des Geduldeten) anderen überlassen. Prof. Johansson schrieb:

“Die gegenwärtigen internationalen staatlichen Sicherheitsgrenzwerte für elektromagnetische Felder scheinen für die Gesundheit der allgemeinen Bevölkerung überhaupt keinen ausreichenden Schutz zu bieten, wenn man die Studien über die Funktion des Immunsystems zur Grundlage nimmt. Neue Standards für den Schutz der Öffentlichkeit sind erforderlich, die auf biologischer Grundlage beruhen, die die Wirkungen von elektromagnetischen Feldern niedriger Intensität auf die Immunfunktion und die Gesundheit berücksichtigen, von denen in der wissenschaftlichen Literatur berichtet wird. Außerdem müssen die Erfordernisse im Bereich der Zugänglichkeit für Personen mit der Funktionsschädigung der Elektrohypersensibilität vollständig angesprochen und gelöst werden, wie dies die UN-Charta 22 zu den “Grundlegenden Regeln über die Herstellung der Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen“ (fordert)."

Mit der o.g. "biologischen Grundlage" meint Prof. Johansson, daß eben nicht die thermischen Effekte für die geforderten Schutzstandards genügen, um dann einen Vorwand zu haben, nichts dergleichen einrichten zu müssen, sondern die erwiesenen biologischen Wirkungen dabei berücksichtigt werden müssten.

Die hinter solchen Vorgängen stehenden Prinzipien von Vertuschung, Wissenschaftlervorselektion, Studiendatenselektion, Studienfinanzierung durch die Konzerne u.s.w. berichtet z.B. auch Dr. med. Gunter Frank für den Bereich Pharma bzw. Medizin in seinem Buch "Schlechte Medizin. Ein Wutbuch", u.a. auf den Seiten 70-79. Auch die Entfernung der "falschen" Leute von einflussreichen Posten ist Teil dieser Prinzipien. Da sei etwa Prof. Peter Sawicki als "zu pharmakritischer" Chef der IQWiG beispielhaft genannt, oder auch die Denunzierungskampagnen und "Steinen im Weg", mit denen der nachhaltige AD(H)S-Kritiker (und damit indirekt Kritiker nicht nur an der Industrie, sondern auch an Eltern) Prof. Gerald Hüther mittlerweile überzogen wird. Solche "Prinzipien" gelten überall dort, wo enorme Gewinne locken, machtvolle Konzerne ihre Interessen durchsetzen und ggf. auch noch Volksmassen vom Geschehen profitieren oder ideologisch involviert sind. Sie sind essentiell zum Verständnis der Hintergründe, weshalb gewisse Themen wissenschaftlich umstritten bzw. Studien widersprüchlich, und öffentliche Darstellungen z.T. völlig "klar" zu sein scheinen - in Wirklichkeit aber schlicht einseitig sind.

Die Mietpreise in der Nähe von Mobilfunksendeanlagen fallen erheblich, Banken vergeben für solche Wohnungen z.T. keine Kredite und man versteckt die Sender deshalb zunehmend in Kirchenkreuzen, Kaminschächten u.s.w.. Kaum jemand möchte dort wohnen - aber mobil telefonieren wollen fast alle, und die vielen Zehntausender Vertragsgeld für´s Aufstellen der Sender sacken auch viele gerne ein. Dasselbe Phänomen ist z.B. in der Nähe von Flughäfen oder Autobahnen zu beobachten. Eine Versicherung der Mobilfunkanlagen lehnen die Versicherungskonzerne (wie bei Agrar-Gentechnik oder Kernkraftwerken) ab, schildert Dr. med. Mutter im rechtsseitigen (obigen) Videobeitrag. Warum? Weil solche natürlich Geld machen wollen und die Risiken dafür viel zu hoch eingeschätzt werden. Um daraus resultierende Haftungsrisiken auszuschliessen gründen die Milliarden-Konzerne GmbH´s zur Aufstellung der Sender, die notfalls pleite gehen. Das ist kein Einzelfall, auch hier gibt es wieder Parallelen. Deutschlandradio Kultur, 10.09.2014, über Asbest:

"Bemerkenswert ist, wie früh das Mineral bereits Verdacht erregte. Schon vor dem Ersten Weltkrieg warnten Ärzte vor den Risiken. Konrad Schwellnus: "Die Lebensversicherungen haben schon damals angefangen, Leute abzulehnen, die beim Asbestabbau beschäftigt sind."

- Dr. Konrad Schwellnus von der Beratungsfirma Wartig Nord in Hamburg, Experte für Asbestsanierung, in: "Asbest - Die tödliche Wunderfaser. Über die Macht einer verführerischen Technik", Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 10.09.2014

Solches Versicherungsverhalten kann also vielmehr als "Indikator" gewertet werden, daß die tatsächlichen Ergebnisse anders liegen, als jene häufig geschönten Informationen, die selektiert an die Öffentlichkeit gelangen. Was sagt uns das alles?

 7.0 Zu Konsequenzen und Ausweichmöglichkeiten.

Wer möchte sein Kind an Leukämie sterben oder an Allergien und Autoimmunerkrankungen und sonstigen chronischen, langwierigen Krankheiten leiden sehen? Auch wenn die Ursachen wenig "greifbar" sind und gerade nicht unmittelbar wirken, könnten wir doch mit dem Verstand erkennen, und mit der Vernunft entscheiden. "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg´ auch keinem andren zu"?  Obere Beispiele zeigen: Die Mehrheit der Menschen tut das nicht bzw. fokussiert auf ihre kleine private Situation, bei Verachtung der aus ihrem Verhalten resultierenden Probleme anderer, denen sie selbst aus dem Weg gehen wollen. "Die Mehrheit hat Recht" wird zum Fluch für viele, wovor auch das GG, Art. 2 Abs. 2 offensichtlich keinen Schutz bietet: Man behauptet einfach, es sei nicht so, und gibt seitens der Konzerne zu diesem Zweck eigene Gutachten und Studien in Auftrag oder kauft schlicht "Mietmäuler" oder als "wissenschaftlich" getarnte Werbeartikel ein. Zur Manipulierung der öffentlichen Meinung, denn deren Ansichten - ob sie richtig sind oder falsch - ermöglichen letztlich die Durchsetzung eigener Interessen. Das haben die Konzerne längst begriffen. Oder man beeinflusst Entscheider (ggf. finanziell) und bietet ihnen "juristisch geprüfte", fertige Gesetzesvorschläge. Wie einfach das geht und daß es Praxis ist, hat die Sendung Frontal21 für die Pharmaindustrie ja beispielsweise nachgewiesen. Warum sollten andere also nicht so verfahren - schliesslich geht es doch um ebenso viel Geld? Geld für solche "Investitionen" oder (Winkel-)Advokaten hat man ja genug.

Von einem zentralen städtischen Wohnen, insbesondere mit Kindern, kann daher bei Berücksichtigung dieser Faktoren (Mobilfunk, Abgase u.s.w.) aus gesundheitlicher Sicht nur dringendst abgeraten werden. Gerade günstige, für finanzschwache Personen erschwingliche städtische Wohnungen befinden sich ja dort, wo die wohlhabenden, gebildeteren Kreise zwar ihr Geld machen, jedoch - aus u.a. vorgenannten Gründen - niemals selbst wohnen würden, sondern allenfalls durchfahren, zeitweilig arbeiten oder mobil telefonieren wollen. Sie selbst wohnen ausserhalb der Stadt, im Grünen. Freie Wohnungswahl? Etliche gerade der schwerwiegend chronisch Kranken, ggf. durch ihre Krankheit (z.B. MCS, Elektrosensibilität) zu einem isolierten Dasein gezwungen, stark geschwächt oder finanziell stark eingeengt, ggf. abhängig von Hartz4 und damit von vielen verachtet, werden nicht in der Lage sein, einen Umzug zu realisieren. Von "freier Wohnungswahl" könnten wir dann sprechen, wenn es diese Faktoren und zudem den bekannten "Vermietermarkt" samt unbefristeter Job- und Schufa-Abfrage nicht gäbe und tatsächlich jeder Bürger über diese Zusammenhänge aufgeklärt wäre und würde. Oder was ist mit den Kindern oder abhängigen Alten und Behinderten - könnten Sie frei entscheiden? Wohl kaum.

Darum gilt auch hier, was Bertold Brecht sagte: "Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem Menschen ein Messer in den Bauch stecken, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Selbstmord treiben, einen in den Krieg führen. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten." Töten kann man absichtlich, unabsichtlich, mittels wissentlicher Inkaufnahme oder durch Verweigerung von Hilfe. Es macht zudem keinen wesentlichen Unterschied, ob dies schnell, oder ganz ganz langsam geschieht, oder nur einen Beitrag zur Tötung leistet. Gerade weil es manchmal so langsam geschieht, und es gerade dann so viele Faktoren gibt, fällt es niemandem auf.

8.0 Wirkungen auf das ungeborene Leben

Für DNA-Schäden gibt es verschiedene Ursachen. Daß Mikrowellenstrahlung in der Lage ist, auch menschliche Keimzellen abzutöten, ist bereits angesprochen worden. Männliche Keimzellen (Samenzellen) sind der Strahlung durch rel. Aussenlage im Körper stärker ausgesetzt. Erfolgt eine geringe Schädigung, so wird die DNA repariert, bei einer nicht reparaturfähigen Schädigung wird die Zelle inaktiviert, verliert ihre Teilungsfähigkeit bzw. wird letzlich zerstört (Apoptose), entweder durch das Immunsystem oder durch zellinterne Prozesse. Dementsprechend würde bei einer Befruchtung auch ein gerade in der Zellteilung befindliche Zellhaufen, bald Embryo genannt, sterben. Da solche Schwangerschaften im absoluten Frühstadium jedoch im Regelfall gar nicht als solche erkannt werden und die Frau dann lediglich meint, ihre Regel unregelmässig zu erhalten, ist auch völlig unbekannt, in welchem Ausmaß es durch Umweltfaktoren wie Mikrowellen-Strahlung geschieht. Offensichtlich ist jedoch, daß es zunehmend viele Paare gibt, die sich - mangels natürlicher Möglichkeit Kinder zu bekommen - künstlich befruchten lassen. Wenn ich mich recht erinnere neuerdings sogar staatlich gefördert.

Die oben genannte Zerstörung der betroffenen Zellen durch das Immunsystem etc. geschieht jedoch nicht immer. Geistige und körperliche Behinderungen wie beispielsweise die Trisomie 21, deren Hintergründe ebenfalls in einer Genommutation liegen, die spontan entstehen und nur vererbt werden kann, wenn die Mutter bereits selbst das Down-Syndrom hat, könnten ebenfalls durch solche strahlungsbedingten Erbguteinflüsse hervorgerufen werden. Die Verdreifachung (daher "Tri-somie") des entsprechenden Erbgutes geschieht durch einen unüblichen Verteilungsprozess während der Zellteilung im Stadium der Meiose oder Mitose, die wiederum zum Entstehen von zusätzlichem Erbmaterial des 21. Chromosoms führt. Dieses wiederum führt in unterschiedlichem Maße zu einer verzögerten kognitiven und körperlichen Entwicklung.

Daß es dafür unterschiedliche Ursachen gibt, ist oben bereits gesagt worden. Im Fall der Katastrophe von Tschernobyl hat man beispielsweise eine Vervierfachung der Quote für Trisomie 21 festgestellt. Andererseits: Mit zunehmendem Alter der Mutter (und damit ihrer Eizellen) steigt die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines Kindes mit Trisomie 21 (siehe Häufigkeit). Dies lässt vermuten, dass generell Schädigungen von Eizellen, sei es durch äußere Einflüsse wie Strahlung, die Fehlerhäufigkeit während der Meiose steigert.

Realistisch betrachtet muss angesichts dieser Hintergründe davon ausgegangen werden, daß auch durch Mobilfunk eine Häufung dieser und anderer Behinderungen provoziert bzw. verursacht werden kann. Durchschnittlich liegt das Risiko für eine Behinderung irgendeiner, auch geringfügiger, Art derzeit bei ca. 3%. Da es jedoch zunehmend Pränataluntersuchungen gibt, die von vielen Frauenärzten regelrecht von den Frauen erwartet werden (auch aus Gewinn-Gründen), geradezu so, als müsse man sich und die Gesellschaft vor Behinderten schützen - und obendrein diese Untersuchungen zunehmend nicht-invasiv vorgenommen werden können (d.h. daß sich zunehmend mehr Frauen dafür entscheiden), muss von einer vermehrten Vor-Selektion ausgegangen werden.

Wenn Kinder mittels solcher prä-nataler Untersuchungen als "behindert" identifiziert bzw. definiert wurden (was durchaus irrtümlich falsch sein kann!) dann wurden sie lt. bisheriger Studien überwiegend abgetrieben. Im Fall des Down-Syndroms (Trisomie 21) liegt die Quote nach älteren Studien bei ca. 90-95% Abtreibungen. Das bedeutet im Klartext: Durch Mikrowellenstrahlung allgemein (Mobilfunkstrahlung, jedoch auch WLAN, DECT etc.) können ungeborene Kinder geschädigt und/ oder getötet werden, oftmals unbemerkt im Frühst-Stadium der Schwangerschaft oder statistisch nicht erfasst, weil die Behinderungen durch pränatal-Unterschungen und darauf folgende Abtreibungen (aus meiner Sicht nichts anderes als Euthanasie, wie auch aus der NS-"Rassenhygiene" bekannt) künstlich heruntergefahren werden und von anderen Schädigungen nicht differenziert werden können.

Für Schwangerschaft und Mobilfunk sollte - wie beim Alkohol selbstverständlich - umso mehr präventiv gelten: "Leben schützen statt bestrahlen", da Mobilfunk das werdende Leben im Kern trifft. Werden danach die behinderten Kinder selektiert und getötet, so multipliziert das den eigentlichen Skandal noch zusätzlich.

Wie dieses Beispiel wieder einmal zeigt, versagt die hiesige Regierung auch hierin bitterlich, ja die Mehrheit der Gesellschaft insgesamt. Der demokratische Grundsatz "Die Mehrheit hat Recht" führt sich selbst ad absurdum. Es bleibt nur die Information und das Handeln der (hoffentlich) verantwortungsvollen Privatperson, insbesondere der Eltern, die ihre bequeme und "tolle" Technik und (scheinbaren) Abhängigkeiten (auch beruflicher Art) klar unter das Leben bzw. die Gesundheit ihrer Kinder (und von ihnen selbst und ihren Mitmenschen) stellen sollten. Aus dem Verhalten der Regierung gegenüber Asbest und DDT können wir bereits beispielhaft erkennen, daß Belege und Beweise durchaus nicht zwangsläufig genügen, den gesunden Menschenverstand gegen andere Interessen und Gesellschaftsentwicklungen durchzusetzen. Lernen wir daraus.

 

9.0 Links

Hilfreiche Hinweise zur Vermeidung und vieles weiteres beim Umweltinstitut München unter www.umweltinstitut.org

Sehr lesenswerte 20-seitige Broschüre des Umweltinstituts München e.V. (PDF), die eigentlich Info-Pflichtprogramm für jeden Bundesbürger sein sollte. Insbesondere für Eltern. Bestellt oder heruntergeladen haben es aber nur einige Hunderttausend, wie in der Einleitung angegeben.

EMF-Karte (Sendeanlagen) für die BRD, herausgegeben von der Bundesnetzagentur. Zur Erkennung der Symbole auf vergrösserten Maßstab zoomen, die Symbole (Dreiecke) können zur Anzeige von Info´s angeklickt werden. Beachte: Es sind aufgrund der Leistungswerte nicht alle Sendeanlagen verzeichnet (Standortbescheinigungspflichtig ist: "äquivalente isotrope Strahlungsleistung von 10 Watt und mehr").

Mobilfunk/Elektrosmog und Fehlgeburten - ein Überblick

Handy in der Schwangerschaft sorgt für verhaltensauffällige Kinder

Dr. Markus Kern:
Risiko durch Handynutzung in der Schwangerschaft - Mobilfunk-Newsletter - EMF-Omega-News | Google Groups

 

"Beeinträchtigungen des Immunsystems sind vielfach nachgewiesen. Es ist nicht auszuschließen, dass Mobilfunkfelder krebsfördernde Wirkung haben, also dass Krebs sich im Einfluss der Felder schneller entwickelt und fataler verläuft als normalerweise. Es wurde nachgewiesen, dass vermehrt Stresshormone ausgeschüttet werden mit allen Konsequenzen, die das haben kann. Es gibt Störungen vieler Zellfunktionen, das besonders bedenklich stimmt. Die Auswirkung, die das alles auf den Organismus hat, können wir noch gar nicht abschätzen."

Ecolog-Institut, Dr. H.P. Neitzke, umfangreichste Risikobewertung weltweiter Forschungsergebnisse im Telekom-Auftrag, ARD-Fernsehsendung "Plusminus", Mai 2001 

 

„Zahlreiche Studien belegen, dass Mobilfunk die Gehirnaktivität (inklusive EEG) verändert, den Schlaf stört, die Reaktionszeit verändert, die Funktion der Blut-Hirn-Schranke einschränkt, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Unwohlsein und Gedächtnisverlust bewirkt, die Spermienanzahl verringert, die Melatoninproduktion verringert, DNA-Stränge bricht, die Zellperforation erhöht, den Blutdruck steigen lässt, Herzschrittmacher beeinflusst und das Krebsrisiko erhöht, insbesondere Gehirntumor bei Menschen."

Bewertung des aktuellen Standes der Mobilfunkforschung durch Dr. Neill Cherry, Lincoln University, Neuseeland anlässlich der Internationalen Konferenz "Situierung von Mobilfunksendern" 7. - 8. Juni 2000 in Salzburg.

 

"Geht man von der Tatsache aus, dass die Exposition durch gepulste Mikrowellenstrahlung epileptische Anfälle bei Ratten auslösen kann, sind Berichte von epileptischen Anfällen bei einigen Kindern, die der Bestrahlung durch eine Basisstation ausgesetzt waren, sicherlich nicht überraschend. Ich habe von einem Kind gehört, dessen Anfälle verschwanden, wenn ohne seine Kenntnis oder ohne die Kenntnis der Eltern, der Mast nicht funktionierte (oder wenn es von daheim weg war) und nur wieder anstiegen, wenn die Basisstation wieder arbeitete oder wenn das Kind nach Hause zurück kehrte."

G. J. Hyland. Department of Physics, University Warwick, Coventry UK and International Institute of Biophysics; Neuss-Holzheim Germany.

 

Umfangreiche weitere Zitate hier und hier.

 

 

Fußnoten:

[1] vgl. Goldsmith JR: Epidemiological evidence of radiofrequency radiation (microwave) effects on health in military, broadcasting, and occupational studies. Int J Occup Environ Health  1995 [PubMed]; Joe A. Elder, Daniel F. Cahill: Biological Effects of Radiofrequency Irradiation. United States Environmental Protection Agency (EPA) September 1984, EPA-600/8-83-026-F.


 www.rechtsstart.eu

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Dr. med. Joachim Mutter, Vortrag Mobilfunk und Gesundheit

 


Der Sender im Kruzifix: "Mobilfunkmasten im trendigen Tarnanzug"