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Von Irr-Gleisen, Wirten, Dauerausscheidern und Getreideunkraut-Gesellschaften*. Kirchliche Irrlehren.

 

Man hatte lange Zeit:  In Jahrhunderten, je nach Kirche bisweilen sogar mehr als 1500 Jahren Kirchengeschichte, hat man ein "Gleisbett" konstruiert, das man sich am ehesten am Beispiel eines sehr verzweigten Güter-Hauptbahnhofs einer Großstadt vorstellen kann.

Was kennzeichnet Gleise? Gleise ermöglichen es, sich auf vorgegebenen Bahnen zu bewegen. Solche "Denkschienen" von Kirchenlehren und Kirchenlehrern bilden die Basis für die meisten Menschen, die die Bibel verstehen wollen. Weil sie durch solche Gleise als vorgegebene "Hilfsmittel" bereits lernen, wird deren enthaltener Irrweg bzw. Irrtum fest verankert. Weitergehendes Verständnis baut jeweils auf vorhergehenden strukturellen "Gleisen" ihrer Denk-Irrtümer auf.

 

Warum sollten die Kirchen solche Denk-Gleise konstruieren?

Die Bibel ist als Wort Gottes ein umfangreiches harmonisches Konstrukt von Zusammenhängen und Texten, die sich aufeinander beziehen. Schon durch ihre weltweite und milliardenfache Verbreitung kann man da nicht Veränderungen vornehmen, ohne daß es auffallen würde*2. Man kann es sich ähnlich den biologischen und physikalischen Zusammenhängen in der Schöpfung vorstellen, bei der eines vom anderen abhängig ist.

Diese Bibel liegt den Kirchen nun vor. Sie ist allerdings ein Buch, das Sünde stark kritisiert und neben Liebe und Gnade von Gerechtigkeit, Gericht und Hölle spricht und die Schattenseiten des Menschen verdeutlicht, um ihn - früher in Israel genauso wie heute alle Menschen - zur Umkehr zu bewegen. Man kann die Bibel also zweifellos als "sehr unbequem" für Sünder bezeichnen, die sich gar nicht verändern wollen.

Werden nun Teile der Bibel nicht akzeptiert oder sollen deren Aussagen in der eigenen Kirche verändert gelehrt werden - zum Beispiel die Säuglings-Tauflehre anstatt der biblischen Lehre, daß zuerst Verständnis des Evangeliums und Glaube, und daraus folgend Buße/Umkehr nötig ist (wobei doch jeder weiß, daß Säuglinge noch nicht einmal die Sprache verstehen) -  so werden künstlich konstruierte theologische Begründungen nötig, weil die Lehre von der Säuglingstaufe von der Bibel abweicht. Allerdings tauchen nun hier und dort Widersprüche zur Bibel auf. Je mehr Verdrehungen der Gottesworte man vornimmt, desto mehr werden es - und da gibt es etliche. Wenn man die neue Lehre einfach so behaupten und als Schrift verfassen würde, so wären diese Widersprüche zur Bibel zu deutlich. Jeder könnte in der Bibel nachlesen, daß es völlig falsch ist.

Was folgt also?

Für jegliche vorgenommene Verdrehung der biblischen Lehre innerhalb der Kirchen braucht man Möglichkeiten zur Rechtfertigung, um sich - trotzdem - auf die Bibel berufen zu können. Schliesslich nennt man sich in den Kirchen "Christen" und die Bibel hat die Kirche seit jeher "Gottes Wort" genannt. Da kann man also im allgemeinen nicht mehr von abrücken, ohne sich selbst unglaubwürdig zu machen.*3 Für jeden aus den kircheninternen Verdrehungen resultierenden Widerspruch hat man sich folglich theologische "Begründungen" konstruiert, um genau diese Widersprüche scheinbar zu entkräften, selbst glaubhaft zu bleiben und die Bibel trotzdem halbwegs glaubhaft verwenden zu können.

Solche kirchen-theologischen "Begründungen" verfasste man schriftlich, jeder Kirchenlehrer meistens eigene, manche von anderen übernommen. Es gibt offizielle und private Schriften. Gibt irgendein Kollege ein Buch heraus, so wird es nicht selten allgemein empfohlen. Zur Begründung der Säuglingstaufe zum Beispiel das verirrte Buch von Johannes Lerle, in dem sich ein Irrtum an den nächsten reiht, eingebaut in falsche Behauptungen und viele Worte. Ich habe es mir damals durchgelesen und war enttäuscht über soviel dreiste Täuschung. Ich bekam es von Pastor Hans-Heinrich-Heine (Grosse Kreuzkirche Hermannsburg) einst in die Hand gedrückt als ich Zweifel an der Säuglingstaufe geäussert hatte. Nur bei ganz neuen Lehrabweichungen (siehe zur Trauung Homosexueller unter "Warum homosexuell?") gibt es seitens der Kirchen noch keine allgemein akzeptierten schriftlichen "Begründungen" bzw. grösseren Konsens.

Daß Begründung von unbiblischen Lehren nicht mit klaren bzw. eindeutigen Bibelstellen funktioniert (die in der Bibel wirklich reichlich vorhanden sind), dürfte klar sein. Darum tut man es mit interpretationsfähigen Bibelstellen, mit Bibelstellen ohne konkreten Sinnzusammenhang, mit vielen Worten (ohne klare biblische Belege), mit intransparenten Behauptungen, manchmal auch mit Schaubildern, Metaphern, Aussagen oder Berichten von historischen Kirchenlehrern, und vielem anderen.

  • Warum gebraucht man... interpretationsfähige Bibelstellen, Schaubilder, Metaphern, u.s.w.? Um eine scheinbare Plausibilität zu erzeugen, die mit Wahrheit aber nichts gemeinsam hat.
  • Wozu führt man teilweise... Bibelstellen ohne konkreten Sinnzusammenhang auf? Um durch viele Bibelstellen den Eindruck zu erwecken, die Behauptung sei biblisch fundiert.
  • Wozu gebraucht man... intransparente Behauptungen, Zitate alter Kirchenlehrer oder angebliche historische Handlungen? Um darüber hinwegzutäuschen, daß man biblisch nichts in der Hand hat.
  • Wozu gebraucht man... viele komplizierte Worte ohne klare biblische Belege? Um Menschen zu überfordern, dadurch "erforderliche Studiertheit" vorzutäuschen, und Menschen durch lange Texte und Behauptungen zur Resignation zu verleiten: "Ich kann das nicht beurteilen, der Pastor wird es schon wissen. Der hat ja Theologie studiert."
  • Wann und wozu gebraucht man..."Mysterien" oder "göttliche Unbegreiflichkeit"? Um selbst dort etwas plausibel erscheinen zu lassen, wo die Behauptungen glasklare Widersprüche in der Logik enthalten. Und dort, wo man argumentativ mit dem "Rücken zur Wand" steht, wo also die Argumente ausgegangen sind (s. Dreifaltigkeit oder Trinität). Besonders ausgeprägte Gleis-Konstruktionen (ergänzt durch thematisch gegliederte ausserbiblische Schriften, worin sie regelmässig nachschlagen) haben die Zeugen Jehovas. Aber nicht nur diese, sondern auch die anderen Kirchen.

Stimmt es denn nicht, daß Gottes Handeln manchmal unbegreiflich ist?

Doch, das ist richtig. Wir verstehen sein Handeln manchmal nicht. Trotzdem ist es so, daß Gott durch Jesus (in der Bibel "Logos" genannt) die Welt erschuf, wobei Jesus als "Werkmeister" Gottes, Gott aber als geistiger Schöpfer (d.h. Ursprung, Anweiser) tätig wurde (näheres dazu auch hier). Von "Logos" - was unter anderem Gottes "Wort" und Gottes "Weisheit" bedeutet - lassen sich Begriffe wie Logik und Logistik ableiten. Man sieht es ja auch an den Zusammenhängen in der Schöpfung, nämlich der Welt: Sie sind komplex - und logisch. Die einzige Schwierigkeit ist manchmal, die dahinter stehende Logik zu erkennen.

Dazu kommt, daß Gott möchte, daß alle Menschen "die Wahrheit" erkennen können. Jesus selbst hat festgestellt, daß es gleichbedeutend mit dem Erhalt des ewigen Lebens ist ("das ist das ewige Leben"), daß die Menschen "den allein wahren Gott" - nämlich seinen Vater -  erkennen. Was im Umkehrschluss jedoch nicht bedeutet, daß alle Menschen das auch tun. Warum nicht? Weil es andere Grundsätze Gottes gibt: Einerseits den, daß die Menschen einen freien Willen haben (wie könnte er sie sonst für Zuwiderhandeln gerecht strafen - er handelt ja so) und andererseits den anderen, daß Gott Menschen, die ihn wider besseren Wissens ablehnen, irgendwann - nachdem er viel Geduld mit ihnen hatte - ihrer frei gewählten "geistigen Umnachtung" preisgibt. D.h. er hilft solchen dann nicht mehr durch "Hinweise" oder Erlebnisse dabei, die Wahrheit zu erkennen. Es gibt also positive Einflussnahme Gottes, um uns zur richtigen Erkenntnis zu leiten. Das kann Gott auch durch Menschen tun.

Das Vorgenannte betrifft aber nicht nur die, die Gott überhaupt ablehnen, sondern auch die, welche - ggf. auch teilweise - die Wahrheit seines Wortes ablehnen. Auch diese gibt Gott irgendwann ihrem freien Willen preis, wenn sie - trotz gut gemeinter "Fingerzeige" Gottes - die Wahrheit nicht annehmen wollen. Auch dieser Weg führt letztlich zur Verurteilung.

Wenn manche also behaupten, etwas in der Bibel sei ein "Mysterium" oder "Unbegreifbar". so ist dies ähnlich der gern gewählten Behauptung vieler Politiker, etwas sei "alternativlos". Das wird immer dann gerne behauptet, wenn man Alternativen entweder nicht kennt oder aber bewusst nicht zulassen möchte. Also tut man so, als gäbe es sie nicht. Wenn man Zusammenhänge der Bibel nicht kennt bzw. begreift, oder aber - aufgrund gegenteiliger Ansichten zu bestimmten Aussagen (s.o.) - diese nicht akzeptieren möchte, dann greift man zur Behauptung "Mysterium" oder "Unbegreifbar". Wie ich oben schrieb speziell dann, wenn man - mangels Argumenten - "mit dem Rücken zur Wand" steht.

Auch hier tut man so, als gäbe es Erkenntnis Gottes und der heiligen Schrift nicht. Das ist aber ein Widerspruch zur heiligen Schrift! Ich erinnere noch mal daran: Gott will, daß die Menschen die Wahrheit (also sein Wort, s. hier) erkennen. Siehe oben. Erkennen kommt von "Erkenntnis" und bedeutet "begreifen" bzw. "Verstehen". Ich rede hier nicht von Dingen, die Gott uns nicht in der heiligen Schrift offenbart hat - das ist ein Unterschied. Obwohl Gott auch solche Dinge offenbaren kann. Aber das, was er uns in der Bibel offenbart hat, das können und dürfen wir - unter vorgenannten Bedingungen - auch mindestens richtig verstehen. Vorgenannte Bedingungen (d.h. Glaubensgehorsam) sind ja die Grundlage dafür, daß Gott seinen heiligen Geist schenkt. Und dieser Geist Gottes hilft beim Verständnis der biblischen Zusammenhänge, (vgl. auch Joh 14,26) und - so Gott will - bei Dingen die darüber hinausgehen.

Daß die ihm gehorsamen Menschen sein Wort grundsätzlich verstehen und Gott selbst erkennen (=begreifen, verstehen) sollen - das ist also der Sinn dessen, daß er den Menschen sein Wort der Wahrheit durch die Propheten, seinen Sohn Jesus und die Apostel gegeben hat. Das ist wieder einmal logisch, oder? Es wäre ja sonst auch Unsinn, uns sein Wort so detailliert zu geben. Hier schliesst sich also wieder der Kreis zum Logos, nämlich Jesus. Der rechte Glaube an ihn stellt den Schlüssel zu allem dar.

Wie kommt es dazu, daß Gläubige der Kirchen
solchen Gleisen aus Kirchenlehren folgen?

Viele glauben, daß es richtig sei, ihr anfängliches Verständnisdefizit beispielsweise durch so- genannte "Studienbibeln" (ergänzt mit Erklärungen von Kirchengläubigen bzw. Pfarrern) oder erklärende "christliche" Literatur (für die es einen sehr lukrativen Massen-Markt gibt) auszu- gleichen. Oder durch  Fragen an den Pastor oder Pfarrer - der ja auch nichts anderes glaubt oder zumindest lehrt. Das kommt daher, daß Kirchen häufig erfolgreich vorgaukeln, ihre Mitglieder seien Christen - obwohl bei jenen weder biblischer Glaube noch tatsächlich Be- kenntnis von Jesus vorhanden ist - und folglich auch keine wirkliche Nachfolge. Beispiele für deren aufeinander aufbauenden Irrtümer habe ich unter "Ist Jesus Gott?" genannt. Wenn die Beginner im Glauben aber lesen würden, was die Bibel dazu besagt, dann wüssten sie, daß das gar nicht nötig ist, solche zu befragen. Stattdessen ist es sogar sehr gefährlich, denn der Apostel Paulus hat nicht umsonst wegen der kommenden Irrlehrer unter Tränen ermahnt.

Diese aber haben sich - in 2000 Jahren - nicht nur vermehrt, sondern auch über nahezu die ganze Welt ausgebreitet. Weshalb, trotz der Ermahnungen des Apostels? Jesus selbst sagte, daß die "Verführung kommen muss" - zur Unterscheidung und zum Gericht für die, welche die Wahrheit nicht geliebt haben. Wer sie nicht liebt, der prüft die Worte und Lehren nicht (genügend), die ihm von den falschen Lehrern "übergeben" werden. Er sucht sich sogar bewusst solche, die seinem persönlichen Denken gefallen, sprich wonach ihm "die Ohren jucken". Sprich, er wählt sich die Kirche oder Gemeinde oder die Lehrer, wo ihm die Lehre gefällt. Deshalb gibt es so viele Varianten davon. Wo es Widersprüche zur Bibel gibt, beachtet er es nicht (genügend).

Was ist das wichtigste Kennzeichen solcher Irr-Gleise, und was ist zu tun?

Solche Denk-Irrtümer haben die Kirchen und ihre Gläubigen durch interpretationsfähige Bibelstellen scheinbar untermauert, während klare Bibelstellen zu der Lehre (oder dem Dogma) im Widerspruch stehen. Das ist das wichtigste Kennzeichen. Kennzeichen sind aber auch alle anderen oben aufgeführten Indizien. Wer das bemerkt, der denke an diese Worte und merke auf! Er nehme sich nicht erst recht theologische Literatur oder Webseiten, um diese Widersprüche aufzuklären, sondern beginne dringend, die Lösung selbst und allein und ausschliesslich im Wort Gottes - der Bibel - zu suchen. Er bitte dabei Gott, beweise Glaubensgehorsam (vgl. Apg. 5,32) und hinterfrage alles, was er von Extern über die Bibel gelernt hat.

Paulus sagte zwar, 1.Thessal. 5,21: "Prüft aber alles, das Gute haltet fest..." - doch das ist keine Aufforderung, in Schriften zu forschen, die potentiell von Irrlehren durchsetzt sind! Zudem schreibt er in Vers 22: "Von aller Art des Bösen haltet euch fern!" Wer also von "Dornbüschen" naiv erwartet, dort vielleicht "Trauben" oder "Feigen" ernten zu können, der verinnerliche die Worte Jesu und prüfe zuerst deren Werke - um zu erkennen, ob es sich um "Dornbüsche" handelt! So oft schon habe ich gehört (über Luther und solche): "Es ist ja nicht alles schlecht von Luther!" - um die Verwendung der Texte lutherischer Lehrer, Gläubiger, Lieder etc. beispielsweise zu rechtfertigen. Zum Thema Luther und seinen Kirchen habe ich mich u.a. unter "Heiligen-Schein" geäussert, auch das Web ist diesbezüglich mittlerweile sehr aufschlussreich. Ein solcher der meint "Es ist ja auch manches gut von Luther!" (als ein Beispiel eines Kirchenlehrers, man könnte auch Augustinus etc. nehmen) hat also nicht verstanden bzw. sich klar gemacht, was Jesus im Kontext der Verse zu den "Dornbüschen" bzw. "Feigen(bäumen)" gesagt hat. Jesus hat diesen Vergleich nicht grundlos gewählt. Ich zitiere Jesus mal, Mt. 7,15-20:

»Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, im Inneren aber räuberische Wölfe sind. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Kann man etwa Trauben lesen von Dornbüschen oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, ein fauler Baum aber bringt schlechte Früchte; ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein fauler Baum kann keine guten Früchte bringen.Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Also: an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.«

Erstens ist zunächst festzustellen: "Propheten" ist bezogen auf die Propheten des alten Testaments, die auch Lehrer des Wortes Gottes waren. Ausserdem beachte man dabei im Kontext Paulus´ prophetische Worte zu den kommenden Irr-Lehrern, s.o.. Auch Petrus schreibt, 2.Petr.2,1: "Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden..."

Jesus warnt oben vor solchen, die "falsch" sind, konkret die sich "in Schafskleidern", also täuschend, - z.B. in christlichem Mantel - zeigen, obwohl sie alles andere als harmlos und friedfertig, sondern "räuberische Wölfe" sind. Vor solchen möge man sich "hüten". Wie kann man dann deren (lutherischen, calvinistischen, reformierten,  etc.pp.) Folge-Lehrer, Gläubigen oder deren Schriften und Lieder anhören, singen, lehren, glauben oder verbreiten? Sieht so die Art und Weise aus, wie man sich und andere "vor ihnen hüten" könnte und sollte? Wohl kaum. 

Zweitens: Jesus stellt hier mit dem Vergleich: Dornbusch - Feigenbaum deutlich heraus, daß es sich um grundverschiedene Menschen handelt. Daher auch seine Worte, der eine "kann keine" Früchte solcher (bösen) Art bringen, der andere "kann keine" Früchte der anderen (guten) Art bringen. Wie kann das sein? Demnach ist die Aussage: "Es ist ja nicht alles schlecht von Luther!" - oder anders herum: "Es ist ja auch manches gut von Luther!" nämlich völlig falsch. Aber was wurde da falsch verstanden? Sehen wir nach, was Jesus zu diesem Thema sonst noch sagte. Matthäus 12,34-35:

»Ihr Schlangenbrut! Wie solltet ihr imstande sein, Gutes zu reden, da ihr doch böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund. Ein guter Mensch bringt aus der guten Schatzkammer (seines Herzens) Gutes hervor, während ein böser Mensch aus seiner bösen Schatzkammer Böses hervorbringt.«

Hier wird das also etwas klarer. Und wer nicht entsprechendes "reden" kann, der kann auch nicht entsprechende (also gute) Schriften oder Lieder verfassen. So etwas zu behaupten, ist also ein glatter Widerspruch zu Jesu Worten. Daß das das jeweilige Gegenteil ausschliesst, wie oben unter "kann keine" verdeutlicht, wird von Jesus auch ebenso in Lukas 6, 43-45 verdeutlicht.

Wie ist das nun zu verstehen? Jesus spricht von Taten ("Früchten") der Menschen, die - entsprechend ihrer Motive im Herzen - "gut" oder "schlecht" sind. Es geht nämlich um die Motive im Herzen, die die Tat vor Gott "gut" oder "schlecht" machen. Auch Sünde beginnt bereits im Herzen bzw. in den Gedanken. Ein Mensch der Gottes Willen von Herzen tun möchte, der verichtet entsprechende Taten bzw. Früchte als Glaubenswerke. Daran ist sein Glaube zu erkennen, schreibt der Apostel Jakobus. Ein Mensch dagegen, der Gottes Willen im Herzen nicht zu tun bereit ist, verrichtet keine entsprechenden Taten oder Früchte. Jakobus: Ohne entspechende Werke ist der "Glaube so tot wie der Geist ohne Leib tot ist." (s. Jak. 2,14-26). Ein solcher verrichtet allenfalls Gesetzeswerke - wenn überhaupt - und seine Taten sind schon durch seine entsprechenden selbstsüchtigen Motive böse.

Und doch gibt es so viele, die behaupten: "Es ist ja auch manches "gut" von Luther, Calvin und diversen Kirchenlehrern, Päpsten u.s.w.". Nein! Jesus sagt uns klar, daß das falsch ist! Hier wird nur verwechselt, daß solche sich als "Schafe" ausgeben, sprich - wie oben von Jesus zitiert - als gut bzw. friedfertig ausgeben, um zu täuschen - oder weil sie ihre Irrlehren über "Christen" selbst glauben. Und wie kann man denn täuschen? Wie kann man zum Beispiel vortäuschen, Christ zu sein? Indem man alle christlichen Schriften ablehnt? Wohl kaum.

Etwas vortäuschen oder täuschen kann man nur dann, wenn man sich den Anschein gibt, wahrhaftig bzw. "christlich" zu sein. Indem Wahrheit (aus dem Evangelium) mit Lüge vermischt wird. Ob man selbst daran glaubt (wie es manche Kirchenlehrer tun) oder ob man es bewusst tut, und zum Beispiel bewusst "zum Schein betet". Oder, wie ich unter Heiligen-Schein ausführte, indem man sich die halbwegs gerechte Arbeit die hierzulande noch verblieben ist, kirchlich sichert (in Kindergärten, Schulen, Behinderteneinrichtungen, Heimen, Krankenhäusern etc.), die Kirchen-Mitglieder in diesen überwiegend staatsfinanzierten Kirchenunternehmen im Verhältnis zur Arbeit reichlich (auch durch kirchl. Altersvorsorge etc.) bezahlen lässt und dabei auf "christlich" macht. Ohne christliche Grundlage - die Bibel - kann man sich jedenfalls unmöglich glaubhaft als "Christ" ausgeben. Deshalb spielt sie in allen (pseudo)"christlichen" Kirchen  und Gemeinschaften eine Rolle.

Weil es neben bewussten Heuchlern wie oben erwähnt zweifellos manche gibt, die selbst glauben, was sie erzählen und ihnen erzählt wurde (und wenn es noch so sehr zur Bibel abweicht), wird deren Rolle natürlich durch ihr überzeugtes Auftreten umso glaubhafter für viele. Wahrer hinsichtlich der Bibel aber leider ganz und gar nicht - und darum umso verführerischer. Der ehemalige Prior des Benediktiner-Klosters St. Peter a. dem Schwarzwald, Michael Sattler, gehörte zu ihnen und hat dann - Gott sei es gedankt - seine Verirrung erkannt, Buße getan, und viele zur Wahrheit und Rettung geführt. Bei Gott ist alles möglich. Auch so etwas. Meine Hoffnung und Gebet ist, daß diese Seite dazu beitragen kann, auch solche zu ermutigen.

Wenn man Jesus Worte ernst nimmt (=ihm glaubt), ist es also realistisch, zu erwarten, daß genau das geschieht: Täuschung - also keine Klarheit! Auch wenn man Paulus Worte von oben ernstnimmt, dann weiß man: Er hat es prophezeit! - es ist längst so eingetroffen, daß Irrlehrer - hervorgegangen aus der (ursprünglichen) Christenheit - sich ausbreiten. Und sie dadurch auch in Verruf bringt - wie der Apostel Petrus ergänzt! Ich sage da nur mal "Kinder- schändung" oder "sexueller Kindesmißbrauch" hier oder dort genauso durch Protestanten verübt, oder - weniger bekannt - auch Kindesraub. Es wird ja durch moderne Kommuni- kationsmöglichkeiten nach und nach immer bekannter, was solche so treiben. Ob ganz offiziell, angeblich "im Namen Gottes" - oder heimlich, hinter verschlossenen Türen.

Wenn man Jesus obige Worte ernst nimmt (=ihm glaubt), dann wird man sich also vor den Kirchen und ihren Gläubigen "hüten" und nicht die geringsten "guten" Taten von ihnen erwarten, weil es von solchen "keine" guten Taten gibt! Auch dann, wenn man sich natürlich im Klaren darüber sein kann, daß manchmal auch eigentlich im Motiv eigennützige Taten anderen helfen können, und  - umgekehrt - manche im Motiv uneigennützigen Taten von Anderen als "böse" aufgefasst bzw. falsch verstanden werden. Ein passendes Beispiel für ersteres ist die Geschäftswelt, wo lauter eigennützige Menschen letztlich einander (durch Handel) Vorteile bringen und es ihnen so gegenseitig "zum Guten" dienen kann.

Jetzt aber hinzugehen, Jesus´ und der Apostel Warnungen über Bord zu werfen und zu sagen: "Och, die Bösen können uns in geistlichen Fragen ebenfalls zum Guten dienen!" wäre nicht nur naiv und geistlich selbstmörderisch, sondern wäre auch deshalb dem Gebot der Nächstenliebe entgegen, weil es allzu leicht dazu führen kann, daß andere nachlässig mit deren Worten sind, weil wir so geredet haben: "Es ist auch manches gut von den Kirchenlehrern..." und dadurch in Irrlehren fallen und verloren gehen. Tragen wir auf diese Weise dazu bei (oder nehmen es wissentlich in Kauf), so missachten wir damit das Gebot Gottes zur Nächstenliebe. Wie Jesus sagte: "Wehe dem Menschen, durch den die Verführung kommt!" Für solche, so Jesus (in Vorraussicht auf Gottes Strafe), "wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde" (Matthäus 18,6-7).

Neue Zustände der Kirchen erfordern neue Töchter derselben.

Evangelische Pfarrerin traut erstmals ein homosexuelles Paar. Evangelische Kirche Hessen und Nassau, August 2013Bei den protestantischen Kirchen der ersten Generation (v.a. EKD; luther. Kirchen) ist mittlerweile ein Stadium erreicht, wo es beginnt - wie einst zur Reformationszeit bei der römischen Mutterkirche - durch eine Ansammlung von offensichtlichen Sünden unglaub- würdig zu werden. Beispiele dafür sind Ehebruch und Homosexualität (s. Interview  zur kirchl. Trauung Homo- sexueller, vgl. Römer 1,18-2,16). Auch in genannten Beispielen passt man sich dem aktuellen Zeitgeist an. Gottes Gesetz gilt solchen als "nicht mehr zeitgemäß", die sich ständig wandelnden Staatsgesetze dagegen als "gottgegeben".

Auch ohne obige Beispiele lehrt uns unser Verstand ja schon, daß bei der Variabilität und teilweisen Ungerechtigkeit der Staatsgesetze der gerechte Gott nicht mit allem einverstanden sein kann, was solche (Politiker) beschliessen. Selbst das Völkerrecht - also übergeordnetes Recht der Völker - kennt deshalb oft andere Rechte als das einzelner Staaten und verurteilt manches, was solche tun. Genauso in Deutschland. Ein anderes Beispiel: Man versuche mal, einem Afghanen, Jemeniten oder Pakistaner zu erklären, daß es "Recht" sei, wenn deutsche Soldaten sich daran beteiligen, mit Drohnen seine Frau und Kinder abzuschiessen. Weil ein Verdächtiger, von den USA euphemistisch so bezeichneter "Ungesetzlicher Kombattant", sich in ihrer Nähe befand. Selbst Schuld, daß diese deren geheime Todesliste nicht eingesehen haben?

Was tut man also dabei, wenn man obiges - oder in der Vergangenheit bereits mehrfach Kriege und Kriegshandlungen - kirchlich rechtfertigt, toleriert oder praktiziert? Ganz einfach: Man nimmt sich eine Bibelstelle (Röm 13,1-7; "Gehorsam zur Obrigkeit") und mißachtet andere (Apg 5,29; 4,19; Dan 3,16-18 "Gehorsam gegenüber Gott") - und das obendrein, obwohl letztere eindeutig höher stehen. Richtig würde man handeln, wenn man alle Bibelstellen im Zusammenhang (Kontext) und nach ihrer Stellung beachtet.

Mit dieser von der Bibel abweichenden Lehr-Variante der Kirchenlehrer können die meisten - inkl. der Lehrer selbst - jedoch angenehm leben. Selbst unter Regiemen wie dem Adolf Hitlers (s. die Seite  "Heiligen-Schein"). Das ist ja auch einer der Gründe, weshalb sich die allermeisten Kirchler oder Kirchengläubigen von meinem Handeln distanziert haben. Nachlesbar sind die biblischen Begründungen meines Handelns ja nicht nur in meinem öffentlich einsehbaren Brief aus dem Gefängnis, sondern auch in der Bibel selbst. Das hält solche aber nicht davon ab, sich trotzdem Begründungen zu konstruieren, um Gott die Loyalität aufzukündigen, wenn der Staat es so fordert. Spätestens dann, wenn letzterer ernsthaft mit empfindlicher Strafe droht.

Trotzdem gibt es manches in der Bevölkerung noch mehr oder weniger stark umstrittenes (z.B. Ehebruch, Homosexualität), bei dem es selbst Kirchenmitgliedern "ins Auge sticht", wenn solches - im krassen Gegensatz zur Bibel - praktiziert wird. Sie sind da nicht "frommer" als andere Menschen, die die Legalisierung dessen genauso stört. Aber: Dies in den Kirchen zu legalisieren und zu segnen, fällt natürlich besonders negativ auf. Das ist ja auch der Grund ,weshalb man stets bemüht war und ist, die vielen Fälle von Kinderschändung unter den Tisch zu kehren.

Auch Sprüche wie "Sobald der Taler im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt", andere Formen exorbitanter Bereicherung oder päpstliches Treiben mit Konkubinen, waren einst allzu offensichtlich - und trieben Luther & Co. die Menschen in Scharen zu. Er brauchte da übrigens kein Gottvertrauen (wie gerne so verklärt), sondern ihm genügte die Fähigkeit, aktuelle Geschehnisse und Stimmungen abzuschätzen und gekonnt zu nutzen, wohlwissend (als Augustiner-Mönch) auch um die krassen Diskrepanzen zur Bibel - auf die sich die römische Kirche ja selbst berief.

Luther wusste also den "Mob", die Volksmassen grundsätzlich auf seiner Seite - und war in der Lage, die entsprechenden Argumente zu liefern. Dazu brauchte es? Richtig: Schriftliche, für jedermann einsehbare Beweise für den Verfall der römischen Kirche! Eine günstige Bibelübersetzung für die Massen, die er dann - auf Anraten Philipp Melanchthons, der auch u.a. daran mitwirkte - eilig schuf. Und nicht nur diese, sondern auch Fürsten wie Friedrich den III. als Unterstützer, um der römischen Macht zu trotzen.

Daß sich zwar nicht die damalige Kirchenspaltung (genannt "Reformation") aktuell wiederholt ist offensichtlich - im Gegenteil, man strebt ja jetzt um jeden Preis zur Gemeinschaft (Ökumene) - jedoch, es wiederholt sich etwas anderes:

Ganz offensichtlich geht - bei aller Unterordnung unter den Zeitgeist - nach und nach das Gespür selbst für den gröbsten Irrtümer und Sünden verloren. Die Spalt-Kirchen Luthers haben mittlerweile das gleiche Verfalls-Stadium in Sachen "Augenstechende Sünden" erreicht. Ich betone: Es geht um die allzu offensichtlichen Sünden - nicht um die kirchlichen Irrlehren und diverse mehr oder weniger verborgene Sünden. Diese sind dort von Anfang an zu finden, sie wurden ja aus der römischen Kirche teilweise übernommen und neue hinzugefügt. 

Deshalb werden - aufgrund mangelhafter Verführungsfähigkeit der "alten" protestantischen Töchter - jetzt wiederum neue Töchter jener im Ursprung römischen Kirche nötig (so wie Luther einst manche Irrlehren der römischen Kirche konservierte und neue hinzufügte), die sich in evangelikalen und/oder auch organisatorisch kirchenunabhängigen Gemeinschaften  finden und vermehrt Zulauf erhalten. Ich betone: Letztere sind nicht bezüglich ihrer Lehren kirchenunabhängig! Dieses Prinzip relativer Unabhängigkeit bei lehrmäßiger Verflechtung ist auch nichts gänzlich Neues. Näheres dazu schrieb ich auch unter "Die Entscheidung".

Wenn ich oben schreibe "neue Töchter nötig werden", dann nicht aus der Sicht der Kirchler, die ja normalerweise keine Vorteile von Kirchenspaltung (wie bei der sogen. "Reformation") haben, sondern aus der Sicht dessen, der seit jeher die Verführung der Menschen betreibt (und weiterhin daran Interesse hat) und aus diesem Blickwinkel auch stets ein Freund der (verführerischen) Kirchen war. In „Die neun satanischen Grundsätze" (Anton Szandor LaVey: The Nine Satanic Statements. In: The Satanic Bible. 1969, abgerufen am 1. Februar 2010 (englisch).), heisst es diesbezüglich:

"9. Satan ist der beste Freund, den die Kirche jemals gehabt hat, denn er hat sie all die ganzen Jahre über im Geschäft gehalten."

"9. Satan has been the best friend the Church has ever had, as He has kept it in business all these years!"

 

 

Was ist an dieser Behauptung dran? Gemäß der heiligen Schrift übt der ehemalige Engel Gottes Satan - der von Gott abfiel und zum "Vater der Lüge" wurde - von Gott authorisierte, irdische Herrschaft aus. Wenn auch zeitlich beschränkt. Diese Herrschaft wird in Jesu Versuchung deutlich. Wie geht dieser vor? Seine Prinzipien sind: Vernetzung von Wahrheit und Lüge (vgl. 1.Mo 3,1-6) oder auch Missbrauch einzelner Bibelstellen durch Missachtung anderer (vgl. Lk 4,9-13).

Wem das jetzt bekannt vorkommt, der liegt völlig richtig: Seine somit von Grund auf verlogene Vorgehensweise entspricht also exakt dem, wie es auch die Kirchen praktizieren (siehe oben). Weiterhin nutzt er dabei seine Möglichkeiten, Menschen zu beeinflussen und somit auch Menschen durch andere Menschen seine Lügen glauben zu lassen. Wie eben durch jene Irrlehrer. Unabhängig, ob diese Menschen das wissentlich tun, oder nicht. Trotzdem bedingt die o.g. "Vermischung" auch Wahrheiten. Obige Behauptung ist also durchaus nicht abwegig, weil die Kirchen mit ihren irreführenden Lehren direkt den Interessen Satans dienen. Auch wenn es nur zweckbestimmte und sehr eigennützige "Freundschaft" ist.

Aber betrifft die oben genannte "Herrschaft des Teufels" nur solche, die ihn verehren oder Gott verleugnen?

Tatsächlich bedeutet "Verleugnung" nicht nur, die Existenz Gottes zu bestreiten, wie ich unter "Die Entscheidung" verdeutlicht hatte, sondern bereits Teile seines Wortes bewusst zu missachten. Tatsächlich verhält es sich so: Keiner der Gott nicht von Herzen gehorsam sein will und ist, ist davon ausgenommen und ist - auch aufgrund von Unwissenheit - folglich eine "Spielfigur" desselben. Trotz des freien Willens. Wie einst auch Judas, der ja mehr war als "irgendein Christ", nämlich von Jesus selbst erwählter Apostel.

Nun aber zurück zu dem, was ich oben über "Dornbüsche" und "gute" bzw. "schlechte" Taten aufgeführt hatte und

zum Abschluß des Themas: "Was ist das wichtigste Kennzeichen solcher Irr-Gleise, und was ist zu tun?"

Ich hatte schon früher auf meiner (ehemaligen) Webseite darauf hingewiesen, daß es vor Luther bereits diverse Übersetzungen der Bibel bzw. biblischer Schriften ins Deutsche gab, die aber - mangels Druckerpressen und hoher Kosten - nicht umfassend verbreitet waren. Selbst nach Entwicklung der Gutenberg-Presse wurden beispielsweise von der Gutenberg-Bibel nur 180 Exemplare hergestellt. Ernsthaft interessierte Gläubige schrieben jedoch auch die Schriften von Hand ab. Erst im 16.Jahrhundert - befördert durch die Abspaltung der protestantischen von der römischen Kirche ("Reformation") und erweiterte techn. Möglichkeiten - gab es allgemein eine erhöhte Nachfrage nach gedruckten Bibeln. Ich erwähnte auch, daß es damals zu einem regelrechten "Wettkampf" der Übersetzer kam (mit Zwingli und der römischen Kirche, s. Dietenberger und Eck) bei dem eine (bezahlbare) Bibelübersetzung "für das Volk" damals enormes Ansehen und damit auch Macht bedeutete. Darüber war sich Luther - neben den oben bereits genannten Gründen - sicher im Klaren, der ja die Massen auf seiner Seite brauchte.

Heute verhält es sich übrigens nicht wesentlich anders. Ich hatte schon beschrieben, daß mit (pseudo-)christlichen Büchern ein enormes Geschäft gemacht wird, in diversen kirchlichen Verlagen auch ergänzt durch weltliche Literatur. Nicht anders verhält es sich mit Bibeln, die in diversen Formen, Farben, Ausgaben und Übersetzungen (manchmal ist selbst dieser Begriff nicht gerechtfertigt) den deutschen Markt mittlerweile regelrecht übersättigen. Auf solches Geschäfts-Gebaren (2.Kor.2,17, meistens übersetzt mit "...ein Geschäft machen" statt "hausieren gehen") oder auch andere Motive (Phil 1,15-17) hatten die Apostel längst hingewiesen.

Obwohl Bibelübersetzungen wegen ihrer enormen Verbreitung nicht unbemerkt verfälschbar sind und Luthers Bibelübersetzung folglich verwendbar ist (zumal sie mehrfach revidiert wurde) und deshalb selbstverständlich ebenfalls Gottes Wort ist und zum Glauben führen kann, empfehle ich wegen Luthers vielen ausserhalb der Bibel in Schriften verbreiteten Irrlehren diese nur unter sehr deutlichem Hinweis darauf zu verschenken oder daraus zu zitieren. Das gilt vor allem gegenüber Unwissenden bzw. Neulingen im Glauben. Aus oben genannten Gründen, um nicht Menschen durch lutherische Irr-Lehren auf Abwege zu bringen. Dies gilt auch für vergleichbare Bibelübersetzungen, vor allem wenn "Erklärungen" irgendwelcher Theologen oder Übersetzer (z.B. in der katholischen Einheitsübersetzung) darin enthalten sind.

Erst recht aber gilt das für alle anderen Schriften und Erzeugnisse Luthers und anderer Kirchenlehrer ohne Glaubenswerke (=ohne gute Früchte, s.o.), die von Dingen, die darauf abzielen "von den Leuten gesehen und gelobt zu werden" klar zu unterscheiden sind. Bei diesem Grundsatz gilt, was ich auch bei der Bank in unserer Nähe lesen kann, weil sie ihre Taten im exakten Wortsinn "auf ihre Fahnen" geschrieben haben. Nach dem Prinzip: "Tue Gutes und sprich darüber". Ob das dann jeweils "gut" ist, darüber ist oben genug gesagt worden. Doch selbst wenn es gut wäre, was sagt Gott dazu? Jesus hat es uns kund getan: Ein solcher hat keinen Lohn bei Gott.

Wer also trotzdem - wider besseren Wissens - Webseiten, Schriften, Bücher etc. von Kirchenlehrern und Kirchengläubigen nutzen will, dem ist nicht zu helfen. Wer Webseiten oder Schriften von Personen nutzen will, die sich klar von allen Kirchen (Organisationen, KdöR, e.V.) distanzieren, der nutze nur solche, in denen die Aussagen bzw. Behauptungen zum Wort Gottes klar (d.h. nicht durch interpretationsfähige Verse etc., s.o.) biblisch belegt sind. Ein solcher muss sich tatsächlich die Mühe machen, alle Aussagen zu überprüfen, oder aber das Wort Gottes für die jeweilige Aussage kennen und verstanden haben. Weil die Gefahr sehr gross ist, daß der Einzelne das - aus Gründen von Bequemlichkeit, fahrlässigem Vertrauen etc.  - nicht überall tun wird, rate ich wenigstens zu grösster Vorsicht. Nur die Bibel selbst ist sicher frei von Irrlehren.

Weshalb?

Die Bibel ist ein sich selbst erklärendes Buch (durch den Kontext) bei dem weiterhin Gott selbst dem Aufrichtigen beim Verständnis hilft. Sie ist zwar von Menschen geschrieben worden, aber durch das Wirken des heiligen Geistes Gottes machten diese ihre Aufzeichnungen. Genauso wie Jesus und die Propheten durch Gottes Macht und Geist ihre Wunder vollbringen und Worte und Vorhersagen übermitteln konnten. Die Bibel stammt also letztlich von Gott als Autoren des Textes, um dem gläubigen Menschen damit Hilfe und Anleitung zu geben. So schreibt Paulus an Timotheus:  "...die heiligen Schriften, die imstande sind, dich weise zu machen zur Errettung durch den auf Christus Jesus gegründeten Glauben. Jede von Gottes Geist eingegebene Schrift ist auch förderlich zur Belehrung und zur Überführung, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Gottesmensch vollkommen (oder: fertig) sei, zu jedem guten Werk voll ausgerüstet." (s. 2.Tim 3,14-17) Weil die Bibel durch ihren Textzusammenhang ein sich selbst erklärendes Buch ist, braucht man zum Verständnis der Bibel also nur Geduld, Aufrichtigkeit und Gebet. Nur wenn es tatsächlich möglich sein sollte, kann die Bibel zusammen mit einem ernsthaft und biblisch Gläubigen, der die Bibel ohne sogenannte "christliche Literatur" gelesen und verstanden hat, erarbeitet werden. 

Ich betone dazu aber noch einmal:

Es ist sehr wichtig, die Bibel frei von zuvor verinnerlichten Kirchenlehren gelesen und deren Inhalte und Zusammenhänge ohne theologische Hilfsmittel erlernt zu haben (Lexika und Begriffserklärungen ausgenommen, wenn man sie kritisch hinterfragt). Wer zuvor nicht oder "nur" Kirchenmitglied war, ohne deren Schriften und vielen auf einträglichen Märkten verbreiteten Bücher (auch die der Gläubigen derselben!) je studiert oder gelesen zu haben - und damit deren oben genannten "Gleise" nicht im Kopf hat -  der kann sich sehr glücklich schätzen!

Wer aber nicht zu diesen gehört (und dazu gehören insbesondere ehemalige Theologen oder Theologiestudenten - also Personen, von denen man am ehesten glaubt, daß sie einem helfen könnten!), der sei sich dessen bewusst, daß die Wahrscheinlichkeit extrem groß ist, daß deren Lehren und Dogmen nicht ohne Folgen an ihm vorübergegangen sind! In den allermeisten Fällen wird ein solcher irgendwelche davon glauben - ggf. ohne ohne sich dessen direkt bewusst zu sein. Damit ist er "Wirt" und im schlimmsten Fall "Dauerausscheider" dieser bezogen auf das ewige Leben tödlichen "Viren", sprich der Kirchenlehren und Gleise und überträgt sie weiter - auf andere. Ob innerhalb kirchlicher Strukturen, oder ausserhalb derselben. Das geschieht also auch dann, wenn er selbst sich vielleicht schon lange von den Kirchen distanziert hat! Und genauso durch jegliche Schriften, Bücher, Kommentare, Erklärungen etc. zu biblischen und Glaubensfragen.

Sollte er dabei verbleiben, so würde er damit quasi zum "Unkraut" im Feld, genauer übersetzt "Taumellolch"*, auch "Rauschgras" genannt, von dem Jesus im Gleichnis in Matthäus 13,24-30 sowie 36-43 sprach. Diese Bezeichnung (in genauen Übersetzungen steht sie als Anmerkung*4) ist sicher nicht zufällig gewählt, da sein Verzehr - gleich einer MetapherRauschzustände mit Schwindel (Taumeln) und Sehstörungen, Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod, erzeugt. Gleich der Worte der Kirchenlehrer und ihrer verirrten und verirrenden Lehren beim biblischen Wort - die ebenfalls bis hin zum sogenannten "zweiten Tod", der ewigen Höllenstrafe, führen. Deshalb, weil sie die Liebe zur Wahrheit und die Nächstenliebe verachten und andere durch Irrlehre in die Irre führen. Ein Beispiel: "Lieber Mitchrist, Du bist gerettet!" Doch der Säuglingsgetaufte ist nicht gerettet - siehe nachfolgend weshalb.

Wer mit solchen ehemaligen Kirchenmitgliedern oder ggf. Kirchenglaubenbehafteten Brüdern oder Schwestern (oder gar Theologen) Kontakte pflegt, der lasse umbedingt ent- sprechende Vorsicht walten. Wer selbst davon betroffen ist, hinterfrage sich selbstkritisch. Soweit ich dazu komme, werde ich auf dieser Seite noch Beispiele für kirchliche Irr-Gleise und Irr-Lehren einfügen. Wenn Brüder oder Schwestern von Irrlehren aber nicht ablassen wollen, dann gilt es unbedingt einzuhalten, was der Apostel geschrieben hat. Anders würde man Gott versuchen, weil die grossen Gefahren von Jesus und den Aposteln deutlich kundgetan wurden. So ein Verhalten wäre nahezu ein geistlicher Selbstmordversuch. Doch nicht nur das, sondern auch, was ich an anderer Stelle schon schrieb:

Grundsätzlich muss für christliche Gemeinschaften auch klar sein, daß Maßnahmen der Gemeindezucht (1.Kor. 5) biblisch geboten sind und ebenfalls nichts mit Zwang zu tun haben. Sie dienen in einer christlichen Gemeinschaft ja auch nicht dazu, dem oder der aus der christlichen Gemeinschaft Ausgeschlossenen Schlimmes anzutun oder gar die in der Gemeinschaft zurückbleibenden Angehörigen (zum Beispiel Eltern) zu "bestrafen", weil ihr Sohn zum Beispiel ausgeschlossen wurde. Im Gegenteil! Stattdessen dienen solche Maßnahmen dem Zweck, den Ausgeschlossenen zur Umkehr zu bewegen und damit für das ewige Leben zu erretten. Hintertreiben Angehörige solche Maßnahmen, dann hintertreiben sie genau diesen der Nächstenliebe dienenden Zweck und ermöglichen es beispielsweise, daß der oder die Ausgeschlossene nicht ernsthaft glaubt, an seinem Verhalten etwas verändern zu müssen oder daß er meint, seine Eltern oder jeweiligen Bezugspersonen kämen gar auf die Idee, ebenfalls die christliche Gemeinschaft zu verlassen, um in bewusster Sünde zu leben.

 

 


*) Pflanzensoziologisch ist Taumel-Lolch eine Klassenkennart der Getreideunkraut-Gesellschaften         (Secalietea cerealis). Siehe Wikipedia: Taumel-Lolch: Verbreitung und Standorte.

*2) Das sogenannte Comma Johanneum stellt einen Versuch dar, einen Textabschnitt zur Begründung eines Kirchendogmas (Trinität) in die Bibel einzufügen. Es findet sich zwar noch in einzelnen Übersetzungen, ist jedoch aufgrund ihres Kontextes und der o.g. Komplexität hinsichtlich des richtigen Verständnisses nie von Bedeutung gewesen. Zum Thema Trinität siehe die Seite "Ist Jesus Gott?"

*3) Es gibt Ausnahmen: Luther zum Beispiel bezeichnete manche Teile der Bibel (Hebräerbrief, Jakobusbrief, Johannesoffenbarung etc.) für uninspiriert, d.h. "nicht von Gott", traute sich aber nicht, sie ganz auszuscheiden. Er stellte solche Briefe daher ans Ende seiner Bibelübersetzung, man recherchiere. Warum? Er mochte oder verstand die Lehren nicht, die darin stehen! Zum Beispiel die von den Glaubenswerken (Jakobus 2, Hebräer 11). Die widersprechen nämlich Luthers Theologie und Lehren. Das ist allerdings unpopulär und auffällig unglaubwürdig, daher beruft man sich nicht mehr offiziell darauf.

*4) Menge-Übersetzung schreibt: "Genauer: Taumellolch, Tollkorn, ein betäubendes, dem Weizen ähnliches Giftgewächs." In der Onlineversion der Übersetzung von Hermann Menge (s.o.) fehlt leider diese Anmerkung.

 

Kirchliche Irrlehren. Diese Auflistung wird nach und nach vervollständigt.

  • Säuglings- oder Kindertaufe. Die Kirchen-gängige Anrede lautet: "Lieber Mitchrist" oder "Lieber Bruder in Christus" und man sagt: "Du bist gerettet!" Doch der Säuglingsgetaufte ist nicht gerettet, sondern auf dem Weg zur Hölle. Ein Bruder oder eine Schwester in Christus ist er nicht - weil nämlich...siehe Unterseite.

 

 


 

 

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