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Gottesferne? Woher sie kommt und wann sie geht.

Siehe dazu nachfolgende Verse aus der heiligen Schrift (Bibel). Ergänzend finden sich unten Hintergründe und Zusammenhänge.

 

 

Höret, ihr Himmel, und horche auf, o Erde! Denn der HERR redet: »Söhne (oder: Kinder) habe ich großgezogen und zu Ehren gebracht, doch sie sind mir untreu geworden!

(...) Wenn ihr eure Hände ausbreitet (beim Gebet), verhülle ich meine Augen vor euch; auch wenn ihr noch soviel betet, höre ich doch nicht darauf: eure Hände sind ja voll Blutschuld.

Wascht euch, reinigt euch, schafft eure bösen Taten mir aus den Augen!

Hört auf, Böses zu tun,
lernt Gutes tun, kümmert euch um die Rechtspflege, tretet den Gewalttätigen entgegen, schafft den Waisen Recht und führt die Sache der Witwen!«

 

Der Prophet Jesaja, Kapitel 1,2;15-17, 8.Jhdt. vor Christus

 

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Ein jeder, der Sünde tut, der soll sterben; aber der Sohn soll die Schuld seines Vaters nicht mittragen und der Vater nicht die Schuld seines Sohnes; nein, dem Gerechten soll der Lohn für seine Gerechtigkeit zuteil werden und ebenso dem Gottlosen die Strafe für seine Gottlosigkeit!«

21»Bekehrt sich jedoch der Gottlose von all seinen Sünden, die er begangen hat, und beobachtet er alle meine Satzungen und übt er Recht und Gerechtigkeit, so soll er gewißlich am Leben bleiben, soll nicht sterben!

22Keine von allen Sünden, die er begangen hat, soll ihm noch angerechnet werden: um der Gerechtigkeit willen, die er geübt hat, soll er am Leben bleiben.

23Habe ich etwa Wohlgefallen am Tode des Gottlosen?« – so lautet der Ausspruch Gottes des HERRN – »und nicht vielmehr daran, daß er sich von seinem bösen Wandel bekehrt und am Leben bleibt?

24Wenn aber ein Gerechter sich von seiner Gerechtigkeit abwendet und Böses verübt, alle die Abscheulichkeiten begeht, die der Gottlose zu verüben pflegt: sollte er da am Leben bleiben? Nein, keine von all seinen gerechten Taten, die er vollbracht hat, soll ihm angerechnet werden: um des Treubruchs willen, dessen er sich schuldig gemacht, und wegen der Sünde, die er begangen hat, ihretwegen soll er sterben!

 

Der Prophet Hesekiel (Ezechiel), Kapitel 18,20-24, 6. Jhdt. vor Christus

 

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Und wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden; ja, wenn ihr dann von ganzem Herzen Verlangen nach mir tragt, so will ich mich von euch finden lassen‹ – so lautet der Ausspruch des HERRN 

 

Der Prophet Jeremia, Kapitel 29,13-14, 6.Jhdt. vor Christus

 

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Denn gerecht ist der HERR, ein Freund gerechten Tuns: die Redlichen werden sein Angesicht schauen.

 

Psalm 11,7. Ein Psalm König Davids, ca.1000 vor Christus


 


Hintergründe und Zusammenhänge: Gott entschied wegen der Entscheidung der ersten Menschen zur Sünde, zu diesen Distanz herzustellen und ihnen und allen nachfolgenden Menschen Gelegenheit und Chance und Probezeit zu geben, diesen Zustand der relativen Gottesferne willentlich zu durchbrechen und zu beenden. Solange das nicht der Fall ist, lebt der Mensch in diesem selbstverschuldeten Zustand der Sünde, genaugenommen in der kreislaufartigen "Knechtschaft" seines suchtartig-egozentrischen sündigen Verhaltens: »Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht«, so Jesus (Joh 8,34). Das ist die - daraus folgende - genetische Tendenz zur Sünde (vgl. Röm 5,12 und auch heutiges Genetikwissen bezogen auf Verhaltensweisen hier und hier).

Bedingt durch Gottes Heiligkeit kommt ein zukünftiges Zusammensein nicht für Sünder in Frage, die sich vor ihrem Tod nicht von bewusster oder bisher an sich tolerierter Sünde willentlich abgewandt hatten, sprich "Buße" taten (vgl. Apg 3,19; Apg 17,30-31; Matth. 4,17) und sich danach heiligen (1.Petr 1,15-16; Hebr 12,14). Das meint Bereuen der Schuld, Umkehr, Sinneswandel und dann endgültige Konsequenz, woraus letztlich mit Gottes Hilfe eine charakterliche Veränderung folgt. Aus dem eigenen Willen und konsequenten Handeln folgt also die Hilfe Gottes, damit dieses Ziel auch erreicht werden kann.

Man kann nachlesen, daß Jesus genau dazu gesandt wurde und (auch durch seine Gesandten, d.h. Apostel) dazu aufforderte, um auf diese Weise die Menschen zu retten, ohne Gottes zuvor gegebene Gebote aufzuheben (Mt 5,16-18). Tun sie, was er sagt, kommen sie also aus diesem o.g. Zustand der "Knechtschaft" frei (Joh 8,34-36), dem die übrige Menschheit unterliegt. Daß dies tatsächlich so ist, zeigt sich an diversen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu problematischem menschlichem Verhalten und daraus folgenden Konferenzen, Abmachungen, Vereinbarungen und auch persönlichen guten Vorsätzen - die sie letztlich aber doch nicht einhalten.

Da aus Sünde Schaden an den Mitmenschen und Verachtung des Schöpfers selbst resultiert, kommt es für Gott auch nicht in Frage, dies dauerhaft, also über o.g. "Probezeit" bzw. irdische Lebenszeit hinaus, zuzulassen. Genauso kommt aus Gründen der Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit Gottes (d.h. seiner das biblische Wort erfüllenden Konsequenz) also kein ewiges Leben mit denen die die Sünde nicht tun wollen ("Gerechte" genannt) in Frage. Auf ein Leben in bewusster Sünde bis zum Tod folgt daher letztlich der "zweite Tod", die Höllenstrafe. Kleine Kinder oder gar Babys schliesst dies jedoch selbstverständlich nicht ein, wenn sie sterben (Mk 10,13-16; vgl oben Hesekiel). Wer gar nicht begreift, was er tut, kann logischerweise auch keine verantwortliche Entscheidung treffen und nicht bewusst sündigen. Eine "Nottaufe" ist deshalb eine Kirchenirrlehre, die aus der irrtümlichen Begründung der Säuglingstaufe resultiert.