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Der Glaube - vom Schein und Sein des christlichen Glaubens, totem und lebendigem Glauben, Glaubens- und Gesetzeswerken.

 

 

Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne ungehorsam bleibt, wird das Leben nicht zu sehen bekommen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihn gerichtet (= bleibt über ihm).

(Johannes 3,35-36)

 

 

Wie in sehr vielen anderen Bibelstellen auch, ist in obigem beispielhaftem Bibeltext die Rede davon, an Jesus zu "glauben". Doch gleichzeitig - im zweiten Teil der Aussage - wird dies mit "Gehorsam" quasi gleichgesetzt. Weshalb?

An obiger Bibelstelle wird gleichzeitig deutlich: Glaube "an den Sohn" (Jesus) bedeutet im biblischen Verständnis, auch nach seinen Worten zu handeln. Glaube an Jesus oder auch Gottes Existenz ist im biblischen Verständnis und Kontext nicht allein gemeint. "Du glaubst, daß es nur einen Gott gibt?", schreibt der Apostel Jakobus, und weiter: "Das glauben auch die Teufel..." (oder anders übersetzt "bösen Geister") - "...und schaudern dabei". Tun diese etwa den Willen Gottes? Sie müssten beim Gedanken an sein Gericht nicht schaudern, wenn sie das täten.

Dementsprechend bleibt ohne Gehorsam gegenüber Jesus  - der von Gott gesandt wurde - "der Zorn Gottes" auf die betreffende Person "gerichtet" (s.o.). Sprich: Gott vergibt die Schuld des betreffenden Menschen nicht (genausowenig schenkt er ihm seinen Geist), sondern erwartet entsprechende Taten! Taten, die dem Glauben entsprechen (Lk 3,8-14) und denselben dadurch als lebendig identifizieren. Denn: Wenn wir sagen, wir glauben, was Jesus mitteilt und anweist, tun es aber nicht, wie glaubwürdig ist dieser "Glaube" dann? Jesus und seine Apostel sagen: "Tut Buße !..." ein Mensch hält es aber nicht für nötig, das zu tun, weil ihm der Pastor seiner Kirche das einredet - wer ist Jesus oder sind die Apostel Jesu dann für ihn? Ist Jesus sein oder ihr "Herr"? Irrtum. Jesus selbst sagte: "Was nennt ihr mich `Herr´ und tut nicht was ich sage ?!" (Lk 6,46) Und an anderer Stelle: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist (...)  Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, der wird mit einem törichten Mann zu vergleichen sein, der sein Haus auf den Sand baute..." (Mt. 7,21 und 26). Wer ist dann Gott als Autor der heiligen Schrift für ihn - dessen Worte Jesus uneingeschränkt bekräftigte? Wem glaubt er mehr? Wem "folgt er nach"?

Es gibt sehr viele, die diesen Teil des obigen Verses ignorieren und so tun, als sei christlicher Glaube etwas nicht feststellbares im Inneren des Menschen. Das sind typische Kirchenlehren,  mit denen dem Betrug Tür und Tor geöffnet wird. Das ist der wesentliche Grund, weshalb allseits Menschen für "Christen" gehalten werden, die es gemäß ihres Handelns gar nicht sind. Der Apostel Jakobus schreibt im Kapitel 2 deutlich, wie es sich damit verhält. Auch im Hebräerbrief, Kapitel 11, wird dasselbe  deutlich, was obiger Vers aussagt. Lese diese klaren Stellen, wenn auch Dir aufgeschwatzt wurde, der Glaube in der Bibel sei "unsichtbar" oder allein auf die Existenz Gottes oder von Jesus bezogen! Dort wird deutlich, daß Glaube ohne entsprechende Glaubenswerke nur "toter Glaube" ist, welcher "so tot ist wie der Leib ohne Geist tot ist", - wörtlich: "ebenso wie der Leib ohne Geist tot ist, ebenso ist auch der Glaube ohne Werke tot."  Wer den Glauben der "Teufel" (s.o.) besitzt, wie dumm wäre es zu glauben, solcher "Glaube" könne ihn erretten? Doch genau das tun sehr viele - sie sind den Theologen (in und ausserhalb der Kirchen) sprichwörtlich "auf den Leim" gegangen.

Sicher hast Du schon von "Gesetzeswerken" gehört - vermutlich negatives. Aber sind die hier gemeint? Nein. Sinngemäß ist hier von "Glaubenswerken" die Rede. "Gesetzeswerke" sind etwas anderes. Wer bewusst ein "Gesetzeswerk" verrichtet, will sich damit bei Gott etwas erkaufen (was sinnlos ist, Gott ist unbestechlich und gibt reuigen Sündern Vergebung aus Gnade). Oder er verrichtet es beispielsweise, weil er sich gezwungen fühlt, nicht aber freiwillig aus Einsicht bzw. Gottesfurcht, bzw. noch besser aus Liebe zu Gott und den Menschen. Über solche "Gesetzeswerke" schreibt Paulus z.B. in Römer 3,20 oder 11,6 und stellt fest, daß niemand (außer Jesus) ohne Sünde geblieben ist - was eigentlich bedeuten würde, daß keiner der übrigen gerettet werden könnte. Aber auch hier ist im letzten Vers schon vom "Gesetz der Freiheit" die Rede, was darauf beruht, freiwillig Gottes Willen zu erfüllen, ohne diverse Regeln, die aus Zwang erfüllt werden. Aber die Schrift sagt auch, daß die die glauben, das auch tun. Eben freiwillig - von Herzen. Schliesslich liess Gott prophetisch ankündigen, daß es genau so geschehen sollte (Hebr. 8,10, vgl. Hes. 11,19-21; Jer. 31,33 etc.). Und was haben die Kirchenlehrer daraus gemacht? Daß man wie die Teufel, quasi "tot" und ohne Werke "glauben" könne, und das sei vor Gott genug. Weit gefehlt! Man lese selbst: Gott wird solche für ihre Taten zur Rechenschaft ziehen! Jesus und die Apostel lehrten nichts anderes.

Gerne werden also diese Begriffe - Glaubens- und Gesetzeswerke - von vielen vermischt und die Lehre der Bibel entstellt. Es ist leider von vielen üblich, Glaubenswerke als Gesetzeswerke (negativ) hinzustellen und nach der Bibel lebendig gläubige Menschen damit zu verleumden. Die, die das bewusst tun, tun es mitunter, um damit von der Wahrheit - nämlich daß sie selbst sich an Gottes Worte nicht halten (wollen) - abzulenken bzw. ihr eigenes Verhalten als "richtig" zu rechtfertigen. Das hat in der Kirche eine lange Tradition. Auch Luther hat das beides schon verwechselt (unbewusst oder bewusst) und sein ehemaliger Quasi-Lehrer Augustinus (Luther war Augustiner-Mönch) predigte die Irrlehre  der "Kirche der (bewussten) Sünder" - und so setzt es sich bis heute fort. Ich zitiere mal Martin Luther aus seiner Schrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen" (lateinischer Titel: De libertate christiana) aus 1520 unter "Zum Zehnten": "So sehen wir, dass ein Christenmensch an dem Glauben genug hat, dass er kein Werk braucht, um gerecht zu sein. Bedarf er aber keines Werkes mehr, dann ist er gewiss von allen Geboten und Gesetzen entbunden."

Basierend auf diesem Gedankengut findet sich das sündige Verhalten dem die Gläubigen entsagen unter solchen durchaus! Fehlt solchen - anders als bei den Behauptungen Dr. Luthers - doch gleichzeitig der Glauben, daß die biblischen Worte auch so zutreffen und eintreffen werden. Daher noch einmal die Frage: Wem glauben solche - Gott, Jesus und den Aposteln - oder ihren Kirchen(irr)lehrern? Was also tust Du, sehr geehrter Leser, sehr geehrte Leserin bisher? Bist auch Du ein(e) Gläubige(r) von Luther, Augustinus, den Päpsten oder anderen (ggf. evangelikalen) Kirchenlehrern und nimmst Dir deren Reden oder Werke zum Vorbild - oder das, was Gott uns mitteilt? Das wird über Deine himmlische oder höllische Zukunft entscheiden, denn zu letzterer werden Dich solche Irrlehrer bringen, hörst Du weiter auf sie!

Ebenfalls basierend auf diesem Gedankengut hat Luther den Jakobus- und Hebräerbrief (im Kontext zum Römerbrief) auch nicht verstanden bzw. akzeptiert und solche biblischen Schriften - Kraft seines enormen Einflusses und Ansehens - in der nach ihm benannten Bibelübersetzung nach hinten gestellt sowie für uninspiriert erklärt. Bitte recherchieren. Nach dem Motto: Was ich nicht verstehe oder akzeptieren will, muss ja falsch und ungöttlich sein!?. Aber das nur am Rande. Genaugenommen hätte er dann auch Jesus´ Worte hinsichtlich des Tuns von Gottes Willen (siehe oben) aussondern bzw. für ungöttlich erklären müssen - dafür fehlte ihm dann aber wohl doch der Mut bzw. es hätte seine Anerkennung gefährdet. Die Gläubigen (und durch die Kirchen verfolgten) des 16.Jhdts kritisierten unter anderem im Schleitheimer Artikel genau jenes - aus o.g. Gedankengut resultierendes - Verhalten auch der Kirchenlehrer und ihrer Anhänger. Dort heisst es:

"Es ist von einigen falschen Brüdern unter uns ein sehr grosses Ärgernis erregt worden [und zwar darin] dass sich etliche vom Glauben abgewendet haben, indem sie meinten, sie übten und gebrauchten die Freiheit des Geistes und Christi. Aber sie haben die Wahrheit verfehlt und haben sich (sich selbst zum Gericht) der Geilheit und Freiheit des Fleisches ergeben und haben gedacht, der Glaube und die Liebe könnten alles tun und dulden und nichts könne ihnen schaden oder verdammlich sein [=zur Verdammung führen], weil sie doch gläubig seien. Merkt auf, ihr Glieder Gottes in Jesus Christus: Der Glaube an den himmlischen Vater durch Christus Jesus ist nicht so gestaltet, wirkt und handelt nicht solche Dinge, wie diese falschen Brüder und Schwestern sie tun und lehren. Hütet Euch und seid gewarnt vor solchen! Denn sie dienen nicht unserm Vater, sondern ihrem Vater, dem Teufel. Ihr aber nicht so! Denn die zu Christus gehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt mitsamt allen Lüsten und Begierden. Ihr versteht mich wohl. Und die Brüder, welche wir meinen. Sondert Euch von ihnen ab, denn sie sind verkehrt! Bittet den Herrn, dass sie zur Erkenntnis und zur Busse kommen und dass wir beständig sind, den begonnenen Weg weiterzugehen nach der Ehre Gottes und seines Sohnes Christus. Amen."

Im originalen, alten Deutsch (s. museum-schleitheim.ch):

"Es ist von etlichen falschen brüdern unter uns grosse ergernis ein gefürt worden / das sich etlich von dem Glauben abgewendedt haben / in dem sie vermeint haben / die freyheit des Geystes unnd Christi / sich uben unnd brauchen / solche aber haben gefehlet der wahrheit / unnd seindt ergeben worden (zu irem urtheil) der geylheyt unnd freyheyt des fleisches / und haben geachtet / der glaub und lieb mög es alles thun und leiden / und inen nichts schaden noch verdamlich sein / dieweil sie also glaubig seyen. Merckent ir glieder Gottes in Christo Jesu / der glaub an himelischen Vater /durch Jesum Christum ist nicht also gestalt /wircket und handelt nicht solche ding  / so diese falsche brüder und schwestern handelen und leren / hüten euch und seint gemant vor solchen / dann sie dienen nicht unserm Vater /sonder irem Vater dem Teuffel. Aber ir nicht also / dann die da Christi seint / die haben ir fleisch gecreuziget mit sampt allen gelüsten und begierden / ir verstan mich wol / unn die brüder welche wir meynen / Absonderteuch von inen / denn die sie sind verkehrt. Bittend den Herrn umb ire erkantnus zur busse / und uns umb bestendigkeit / den angegriffnen weg führt zu wandeln / nach der Ehr Gottes / und seines Sons Christi / Amen."

Der biblische Glaube ist also sichtbar: Wer etwas wirklich glaubt (also nicht nur vorgetäuscht), der handelt auch entsprechend, lehrt die Bibel. Im Umkehrschluss lehrt die Bibel, ist es so, daß der, der das nicht tut, auch nicht glaubt! Er glaubt in seiner Unwissenheit bzw. bei seinem toten Glauben vielleicht, daß Martin Luther ein Christ gewesen sei oder daß die Päpste heilige Männer gewesen wären, aber den lebendigen Glauben den Jesus und die Apostel in der Bibel lehren und definieren - nämlich an die Bibel als Gottes Wahrheit - hat er nicht. Deshalb würde er im Fall der Fälle auch nicht dazu stehen und dies tun, sondern die Wahrheit Gottes durch Wort oder Tat verleugnen, um seine eigene Haut zu retten.

Nun könnte jemand einwenden: "Ja, aber auf diese Weise gesündigt hat doch selbst der gerechte Petrus - schliesslich hat er Jesus dreimal verleugnet!"  Das stimmt. Worin man jedoch unterscheiden muss: Petrus hatte kaum Zeit, über sein Handeln nachzudenken, handelte spontan, um sein Leben zu schützen, denn Jesus hatte man soeben zum Tod (Kreuzigung) verurteilt. Ganz anders dagegen Judas Iskariot: Er kannte Jesus als einer der Apostel genau, wusste, daß Jesus ein Gerechter und ohne Sünde ist - und lieferte ihn doch dem Tod aus - für Geld. Geldgierig war er schon zuvor. Das Resultat war: Petrus tat seine Tat sehr leid - und ihm wurde vergeben. Als Judas Iskariot seine Tat später bereute, wurde ihm nicht mehr vergeben. Warum? Judas Iskariot hatte bewusst gesündigt, zudem mit reichlich Bedenkzeit (s.o.) und deutlicher Warnung. Petrus dagegen hat nicht bewusst gesündigt bzw. aus grosser Angst heraus. Daraus kann man schliessen: Auch ein lebendig Glaubender begeht Sünden - aber nicht mehr bewusst. Wenn er sie erkennt, bereut er sie und bemüht sich ernsthaft um Veränderung. Solchen schenkt Gott seine Gnade.

Auch in 1.Joh 3,7-10 geht es ebenfalls um solche bewusste Sünde, die ein Ungerechter verrichtet, die Gerechtigkeit aber stattdessen nicht. Von den Gerechten heisst es dagegen eindrücklich: "Jeder, der aus Gott erzeugt ist, tut keine Sünde, weil sein Same dauernd in ihm ist, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott erzeugt ist."   Sinngemäß (gemäß dem biblischen Kontext) ist in diesem Vers also bewusste Sünde gemeint. Was der Apostel Johannes dort in Vers 9 schreibt, ist sinngemäß dasselbe, was Jesus in Matth. 7,15-21 aussagt: Ein guter Mensch kann keine schlechten Früchte (=Taten) hervorbringen, und ein (im Herzen) schlechter Mensch kann keine (im Herzen) guten Früchte (=Taten) hervorbringen. Natürlich ist es notwendig, dazu zwischen im Motiv tatsächlich guten Taten und scheinbaren guten Taten zu unterscheiden - da letztere aus eigennütziger Absicht verrichtet werden. Deshalb kommen sie ja auch "in Schafskleidern" (vgl. Vers 15) - und täuschen also zum Beispiel Friedfertigkeit und Sanftmut vor. Sie sind stattdessen aber "Wölfe". Siehe, was sie - trotz derselben vorliegenden Gottesworte der Bibel - mit den damaligen Gläubigen getan haben, und bedenke, wie ihre Gesinnung heute sein wird bzw. welche Möglichkeiten man heute hat. Etwa mittels einer Justiz, die hierzulande für Fehlurteile niemandem Rechenschaft ablegen muss; der Psycho-Pathologie; kirchlichen "Beauftragten für Sekten und Weltanschauungsfragen"; Medien und Jugendämtern.

Es ist also ganz einfach: Auf diese Weise kommt man den "Dornbüschen" bzw. "faulen Bäumen" auf die Schliche (s. Jesus Worte in Matth. 7,12-27). Menschen wie "Dornbüsche" sind allenfalls getüncht mit Berechnung, wie Jesus es auch hier oder hier herausstellt, bei denen aber doch die Wahrheit durch ihre Werke zu Tage tritt. Das Problem heutzutage ist nur, daß es so viele gibt, die solche Kirchenlehren glauben und sich selbst für Christen halten. Weil es allseits so verbreitet ist, wird es für "normal" gehalten bzw. als "richtig" definiert und zur Norm. Man kennt es ja nicht anders. Trotzdem: Die Bibel definiert, was biblischer Glaube oder "christlich" ist, nicht irgendwelche weit verbreiteten, schlechten Sitten und Gebräuche. Gott ist nicht ein Gott der Verirrungen, vor dessen "Mark und Bein" durchdringendem Wort Schein und Wahrheit unerkennbar wäre, sondern ein Gott der geraden Wege und der Klarheit für die, die die Wahrheit von Herzen suchen (Jeremia 29,13-14). Nur für die anderen nicht (2.Thessal. 2,10-12).

 

 


Weiterführendes: Unter "Die Entscheidung" kannst Du nachlesen, daß der christliche "Glaube" sich tatsächlich exakt auf alles das bezieht, was in der Bibel steht. Ohne die Bibel als verlässliches "Fundament" gibt es also keinen authentischen bzw. wahrhaftigen christlichen Glauben. Jesus hat deren Inhalte dort mehrfach und sämtlich als glaubwürdig bezeugt.